Herzlich Willkommen


Herzlich Willkommen im Staudengarten Gross Potrems

Hier gibt es die neuesten Informationen aus unserem Staudengarten in Gross Potrems, Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern. Ergänzend dazu können Sie in unserer Website (www.wildstaudenzauber.de) auf mehr als 600 Seiten mit ca. 2000 Bildern unseren Wildstaudengarten kennenlernen. Unter Wildstauden verstehen wir züchterisch kaum veränderte Pflanzen und zwar nicht nur die einheimischen, sondern auch Pflanzen aus Europa, Amerika und Asien. Seit fast 40 Jahren gestalten und pflegen wir unseren naturnahen Staudengarten, in dem der Rasen und die Staudenbeete nach und nach durch Staudenwiesen ersetzt wurden. Auf 1000 m² entstanden langlebige Pflanzengemeinschaften mit etwa 500 verschiedenen Wildstaudenarten und zahlreichen Gräsern.Die Gartenrundgänge zu den verschiedenen Jahreszeiten und das Stauden-ABC werden Ihnen sicher gefallen.
Unseren Staudengarten können Sie von Mai bis Oktober von 10.00 bis 18.00 besuchen. Bitte per E-Mail : jochen@wildstaudenzauber.de., Telefon: 03820813345 oder Handy: 017661658902 anmelden.
Mit Hilfe des Gartenreiseführer Mecklenburg-Vorpommern oder des Gartenreiseführer Norddeutschland können Sie sich eine individuelle Tour zu den schönsten Gärten im Norden Deutschlands zusammenstellen. Vielleicht auch in Verbindung mit einem Besuch der Internationalen Gartenschau in Hamburg? Für mehr Informationen und eine Leseprobe klicken sie bitte auf die Bilder links im Menü.


Mittwoch, 22. Mai 2013

Lesetag


Den ganzen Tag regnet es schon, beste Gelegenheit zum Lesen.


Das Gestaltungsbuch ist in erster Linie ein Lehrbuch für Studenten und Auszubildende der Grünen Berufe im Garten- und Landschaftsbau. Der Autor, Professor Borchardt, vertritt das Lehrgebiet „Pflanzenkunde/ Pflanzenverwendung und interessiert sich besonders für die Systematik der Pflanzenverwendung. Im Buch wird die Thematik in 5 Kapiteln auf 300 Seiten wissenschaftlich abgehandelt. Im ersten Kapitel geht es um Formen und Farben der Pflanzen, die im 2. Kapitel geordnet werden. Weitere Kapitel widmen sich den Bäumen, Stauden, Rosen und Sommerblumen. Im letzten Kapitel gibt es eine praktische Anleitung von der Gestaltungsidee zum Pflanzplan. Herzlich eingeladen sind vom Autor auch die Gartenliebhaber nach dem Motto „Mehr wissen, besser genießen“. Nach meiner Erfahrung sind es wohl höchstens 5 % der Gartenfreunde, die mehr wissen wollen. Hauptsächlich werden Vorbilder aus Büchern, Zeitschriften und besuchten Gärten genutzt um den eigenen Garten zu gestalten, die der Autor jedoch als selten übertragbar einstuft.

Für die Gartenfreunde, die mehr wissen wollen, ist das Buch ein spannender Blick hinter die Kulissen der „Vorbilder“. Eine grundlegende Gestaltungsaufgabe mit Pflanzen ist es, durch gezielte Anordnung sorgfältig ausgewählter Pflanzen, Freiräume mit bestimmter Erlebnisqualität zu schaffen. Zahlreiche Prinzipien stecken hinter dem Erlebnis Garten, wie z. B. Farbe bricht Form, der „Goldene Schnitt“, Dreieckskomposition und Primzahlsetzung. Bezüglich der Gestaltung mit Stauden werden zahlreiche Einzellösungen systematisiert, wie z. B. Flächenfigurpflanzung, Block-, Drift-, Herden- und Mosaikpflanzung, sowie Misch- und Aspektpflanzungen, Streupflanzung und andere. Abschließend fordert der Autor auf auch Neues zu entdecken, die bekannten Muster kreativ zu verbinden oder in Frage zu stellen.
Zahlreiche Fotos illustrieren das Geschriebene und ebenso viele Skizzen machen die Prinzipien besonders deutlich.
Ein umfassendes, gut systematisiertes Lehr- und Handbuch, das trotz seiner Wissenschaftlichkeit und seines Umfangs angenehm und interessant zu lesen ist. Es kann den Studenten und Auszubildende der Grünen Berufe im Garten- und Landschaftsbau unbedingt empfohlen werden.

5 Sterne

Offener Garten 2013

In der Ostseezeitung hat es heute schon gestanden: am 22./23. Juni ist der Tag des "Offenen Gartens" in Mec-Pom und natürlich sind wir dabei, in der Broschüre Garten-Nr.: 46 auf Seite 20.
Wir möchten aber dringend darauf hinweisen, dass z. B. im letzten Jahr 600 Besucher den Garten bevölkerten und kaum ein Gespräch oder ein beratender Pflanzenkauf zustande kam.
Bitte nutzen Sie unser Angebot auch an anderen Tagen mit einer individuellen Führung und Beratung unseren Garten zu erkunden.
Unser Garten ist für Sie von Mai bis Oktober täglich von 10.00 bis 18.00 nach Voranmeldung geöffnet. Wenn gewünscht, servieren wir Ihnen auch Kaffee und Kuchen im Garten oder Gewächshaus.
Die Anzuchten seltener Stauden stehen bereits seit einiger Zeit in Töpfen und wollen raus ins Beet, u. a. mehr als 100 Spornblumen, die immer sehr gefragt sind, weil sie zum Offenen Garten blühen.


Polygonum sericeum zeigt die erste Knöterichblüte des Jahres

Camassia am Teich, leider ist die Sumpfdotterblume bereits verblüht.

Doronicum am Gehölzsaum bringt die ersten Sternblüten für die Vase.




Dienstag, 21. Mai 2013

Hermannshof

Es regnet bei uns im Nordosten, wie wohl überall in Deutschland. Zeit zum Lesen in der doch sonst so arbeitsintensiven Frühjahrszeit. Der Gartenreiseführer zum Hermannshof kam da gerade rechtzeitig, um noch in diesem Jahr endlich einen Besuch zu planen. Das Buch hat mich schon mal begeistert.


Wer den Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim schon einmal besucht hat, das sind 130.000 Besucher jährlich, der schwärmt von ihm, sagt man. Wer das Buch angeschaut hat, der muss hin. Jedenfalls werde ich im Frühherbst einen Besuch einplanen, da es mir besonders die Präriepflanzungen angetan haben.
Im Buch wird kurz die Geschichte des Gartens erwähnt und ein Übersichtsplan des Geländes gezeigt. Entsprechend dieses Planes werden die Beetstaudenpflanzungen, die Feuchtwiesen, der Gehölzrand, die trockene Präriepflanzung, Steppenpflanzungen und der Präriegarten vom Frühjahr bis zum Herbst in eigenen Kapiteln vorgestellt. Dabei werden neben Staudenbeeten auch zahlreiche, beeindruckende Gehölze gezeigt.
Wunderschöne, stimmungsvolle Bilder, z. T. doppelseitig, machen den Gartenreiseführer zum ansprechenden Bildband.
Der Autor, Professor Cassian Schmidt, leitet den Garten seit 1998 und beschäftigt sich wissenschaftlich mit der modernen Pflanzenverwendung, die sich an natürlichen Vorbildern orientiert, insbesondere der Verwendung nordamerikanischer Präriestauden.
Die Texte zu den einzelnen Kapiteln sind recht kurz gehalten. Die meisten Informationen gibt es in den Bildunterschriften. Angenehm ist, dass man nicht ständig zwischen Text und Bildunterschriften wechseln muss, wie in vielen anderen Büchern. Leider ist die Schrift der Bildunterschriften für einen älteren Leser etwas klein, wo doch genügend Platz auf den Seiten wäre. Anmerken möchte ich die Einordnung von Inula helenium und Echinops bannaticus in die feuchtigkeitsbedürftigen Beetstauden (Seite 27). In unserem Garten stehen beide seit vielen Jahren an der regengeschützten Ostwand des Hauses, an der trockensten Stelle des Gartens.
Ungeachtet der kritischen Hinweise, habe ich seit langem kein so schönes Buch in der Hand gehabt und möchte es jedem Gartenliebhaber empfehlen. Gibt es doch eine Reihe seltener Stauden in wunderschönen Kombinationen zu entdecken, die zur Nachpflanzung im eigenem Garten anregen.

Alant und Kugeldistel wachsen in unserem Garten an der trockensten Stelle im Regenschatten des Hauses, direkt an der Hauswand.

Freitag, 3. Mai 2013

Gartenreiseführer


Nun sind sie endlich da, der Gartenreiseführer Norddeutschland aus dem Callwey-Verlag, München und zum ersten Mal auch ein Gartenreiseführer für Mecklenburg-Vorpommern aus dem Hinstorff-Verlag, Rostock.
Und, ... unser Garten ist in beiden dabei!
Im ersten Buch sind 400 Gärten und im zweiten 50 enthalten. In Verbindung mit einem Besuch der Internationalen Gartenschau in Hamburg interessieren natürlich die Gärten des gesamten Nordens. Klar, dass im M-V Gartenführer jeder Garten weit ausführlicher dargestellt werden konnte.Das größere Format erlaubte auch die doppelseitige Präsentation atemberaubend schöner Bilder. Es werden nicht nur die Gärten vorgestellt sondern auch ihre Inhaber porträtiert.
Wir würden uns freuen, wenn recht viele Staudenbegeisterte den Weg in unser schönes Bundesland und in unseren Wildstauden-Garten nun leichter finden.
Wir freuen uns auf Sie im Staudengarten Groß Potrems!
Für mehr Informationen und eine Leseprobe klicken Sie bitte auf die Bilder links im Menü.

Dienstag, 23. April 2013

Viel Arbeit

Gartenfreunde aus Frankreich fragten: "Da wir auf Ihrem schönen und informativen Blog immer noch keine Blüten sehen: Hat der Winter den Norden Deutschlands immer noch im Griff?"
Dazu eine kurze Meldung:
Der Schnee ist weg, die Frühjahrsblüher blühen und es gibt viel Arbeit. Schließlich haben wir den ganzen Monat März für die Gartenarbeit verloren.
Ich habe gar nicht mehr gewußt, wie beschwerlich es ist, einen neuen Garten anzulegen. Ein paar Tage konnten wir das bei unserer Tochter miterleben.

Lehm ist ein hartes Zeug, doch mit der Motorhacke bekommt man ihn klein.

Mit 12 Kubikmetern Kompost wird es ein Gartenboden.
Noch ein paar Bilder vom fast 40 Jahre altem Garten in Groß Potrems: Ein 30 Jahre alter Miscanthus japonicus kann nur noch mit der Axt geteilt werden. An Selbstabholer abzugeben!

Die Ansaaten wurden während unserer 4 tägigen Abwesenheit vom Gewächshaus in einen kühlen Innenraum gebracht. Die Hauben habe ich runtergenommen. Die Pflänzchen haben es gut überstanden.

Tulipa kaufmaniana steht hier unter Sträuchern schon viele Jahre.

Jetzt leuchtet überall Tulipa praestans. Mit ihren feuerroten Blüten schon fast unnatürlich.

Das sind H. niger subspec. macranthus. Im Aufblühen sind sie sehr schön rosa überhaucht.






Donnerstag, 4. April 2013

Blüten schmelzen Schnee?

Wie man in der Zeitung lesen kann, haben wir hier im Nordosten gerade den kältesten März seit 130 Jahren hinter uns gebracht. Der Schnee ist sehr langsam gewichen, weil es nachts immer noch bis -10°C runterging, und wir haben ihn immer noch in schattigen Lagen. Doch auch etwas Gutes hat es gebracht. Man konnte zahlreiche Fotos von durch den Schnee brechenden  Blüten machen.




Auch tote Stängel stoßen durch den Schnee.



Petasites japonicus var. giganteus wird bald blühen.


Crocus tomasianus ist bei mir der Erste.
 
Erstaunlich ist immer wieder, wie sich die Frühlingsblüher durch den Schnee "fressen". Man könnte an Hand dieser Bilder glauben, dass sie Wärme produzieren, um durch zu kommen. Doch auch tote Stängel "brechen durch", wie man sehen kann.
Das Phänomen wird unter: http://forum.garten-pur.de/Gartenjahr-30/Erzeugen-Pflanzen-Waerme_-4608_0A.htm diskutiert. Am wahrscheinlichsten scheint mir die dort geäußerte Meinung, dass in dem Augenblick, in dem die Pflanze mit einer noch so kleinen Spitze den Schnee durchbricht,  die - im Vergleich zur Schneeoberfläche - deutlich wärmere (vom Boden temperierte) Luft durch diese kleine Öffnung nach oben strömt und den Schnee langsam  weg schmilzt. Dazu kommt dann, dass sich die Pflanze passiv durch Aufnahme des Sonnenlichtes erwärmt.