Herzlich Willkommen


Herzlich Willkommen im Staudengarten Gross Potrems

Hier gibt es die neuesten Informationen aus unserem Staudengarten in Gross Potrems, Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern. Ergänzend dazu können Sie in unserer Website (www.wildstaudenzauber.de) auf mehr als 600 Seiten mit ca. 2000 Bildern unseren Wildstaudengarten kennenlernen. Unter Wildstauden verstehen wir züchterisch kaum veränderte Pflanzen und zwar nicht nur die einheimischen, sondern auch Pflanzen aus Europa, Amerika und Asien. Seit fast 40 Jahren gestalten und pflegen wir unseren naturnahen Staudengarten, in dem der Rasen und die Staudenbeete nach und nach durch Staudenwiesen ersetzt wurden. Auf 1000 m² entstanden langlebige Pflanzengemeinschaften mit etwa 500 verschiedenen Wildstaudenarten und zahlreichen Gräsern.Die Gartenrundgänge zu den verschiedenen Jahreszeiten und das Stauden-ABC werden Ihnen sicher gefallen.

Unseren Staudengarten können Sie von Juni bis September von 10.00 bis 18.00 besuchen. Bitte per E-Mail : jochen@wildstaudenzauber.de, Telefon: 03820813345 oder Handy: 017661658902 anmelden. Bitte keine Pflanzen mitbringen!
Mit Hilfe des Gartenreiseführers Mecklenburg-Vorpommern können Sie sich eine individuelle Tour zu den schönsten Gärten im Norden Deutschlands zusammenstellen.

Im Juni 2014 erschien mein Buch "Naturnahe Gartengestaltung mit Wildstauden", das Sie bei der Gesellschaft der Staudenfreunde für 15 € inkl. Versand erwerben können.



Donnerstag, 2. Juli 2015

Gärten in Österreich

Die schönsten Gärten Österreichs entdecken: Eine faszinierende Reise vom Bodensee bis Wien. 
 von Ursel Borstell (Autor, Fotograf), Elke Papouschek (Autor), Veronika Schubert (Autor), mit einem Vorwort von Karl Ploberger 
Gebundene Ausgabe, Deutsche Verlags-Anstalt, 208 Seiten, ISBN: 3421038414, 39,99 €
 
Auf den 200 Seiten des großformatigen Buches bzw. Bildbandes werden 26 der schönsten Gärten Österreichs in beeindruckenden Bildern vorgestellt. Es sind zum großen Teil Bauerngärten oder aus diesen hervorgegangene, recht große Gärten mit ca. 1.000 bis 5.000 m². So hat meist auch alles Platz: Rosen, Stauden, Sommerblumen, Kräuter sowie Obst und Gemüse. Mit dabei ist auch der Garten des bekanntesten Gärtners in Österreich, Karl Ploberger, der auch das Vorwort zum Buch schrieb. Er schätzte ein, dass die Gartenleidenschaft der Österreicher den Engländern um nichts mehr nachsteht. Aber ich denke sie sind anders, auch wenn Karl Ploberger einen Ruinengarten nach englischen Vorbild in seinem Garten integriert hat. Anders deshalb, da in Österreich viel Wert auf den Naturgarten gelegt wird. "Natur im Garten" ist eine Aktion, die sich bis zu uns nach Mecklenburg-Vorpommern ausgebreitet hat.
Wer die Gärten auch mal in natura sehen möchte, wird von den meisten Gartenbesitzern nach Voranmeldung gern begrüßt. Auch die Internetpräsentation einiger Gärten wird angezeigt.
Das empfehlenswerte Buch gibt eine Vielzahl von Anregungen zur Gartengestaltung für Gartenanfänger und Fortgeschrittene.

Dienstag, 16. Juni 2015

Offener Garten oder Frust (Lust) am Garten

Da die Organisatoren des "Offenen Gartens in MV" hingeschmissen haben, hat sich die "Gartenroute MV" dieses Jahr unter "Lust am Garten, Tage der Parks und Gärten" um die Vermarktung der offenen Gärten gekümmert.
Viel könnte man dazu schreiben. Hier nur soviel:
Es kamen nur halb so viele Besucher, wie in den Jahren zuvor.
Die meisten beklagten die schlechte Vermarktung bzw. Information. Bei Grönfinger hätte keine Programmhefte ausgelegen, so wie in den Jahren zuvor. Viele kamen mit dem Programmheft vom Offenen Garten des vergangenen Jahres, in der Hoffnung, dass alle wieder mitmachen.
Nach Kritik an der Vermarktung schon im Vorfeld bekamen wir am 2.6., 14 Tage vor dem Offenen Garten eine E-Mail von der Gartenroute MV:


"Sehr geehrte Lust am Garten Gastgeber in den Privatgärten,
Sie bekommen heute, spätestens morgen Programmhefte zugesendet.... 
Es sind bereits einige Veröffentlichungen gelaufen und folgen auch noch: ...

Juni Startthema SOMMER-MAGAZIN der OZ"

Nun wartete ich jeden Tag auf den großen Artikel im Sommer-Magazin der OZ. Da gab es zunächst am 12. 6. eine ganz kleine Pressenotiz links oben (Bild 1+2) mit der Überschrift 129 Parkanlagen locken. Am Wochenende des Offenen Gartens bzw. der Tage der Parks und Gärten noch mal eine kleine Notiz (Bild 3). Doch wo bleibt das versprochene Juni Startthema SOMMER-MAGAZIN der OZ??
Sie werden es nicht glauben. Es war heute, Montag nach dem Termin, in der OZ (Bild 4).
Zunächst glaubte ich an ein Versehen der OZ.
Mitnichten, es war Werbung für die Gartenroute MV auf Kosten der Privatgärten.



 


Mittwoch, 10. Juni 2015

Naturdenkmal Wiese

Es gibt sie noch, die Blumenwiesen..., als Denkmal. Wie schlimm ist das denn? Oder sollten wir uns freuen?
In der Nähe von Greifswald, Vorpommern, gibt es ein solches Flächennaturdenkmal, u. a. um die letzten Reste des Vorkommens der Iris sibirica im nordostdeutschen Tiefland zu schützen. Auch andere Stauden, die wir in unseren Gärten pflegen, gibt es dort. Zur gleichen Zeit blühte der Wiesen-Knöterich (Polygonum bistorta). Weitere Stauden werde ich zur Blütezeit hier vorstellen.
Seit Jahren wächst in unserem Garten eine als Wildform beim Staudengärtner gekaufte Iris sibirica. Ihre Blütenblätter sind schmal und leicht verdreht. Bisher dachte ich, das sei das Zeichen der Wildform. Doch das nordöstliche Vorkommen zeigt breitere und glatte Blütenblätter.
Ich habe noch zwei Bilder von Tobias (http://mein-garten-lebt.blogspot.de/) eingefügt . Sie zeigen Wildformen aus dem Erzgebirge. Das erste Bild mit den hellen Hängeblättern ähnelt meinem Bild der Wildform aus Nordostdeutschland. Das zweite aus dem Erzgebirge hat eher verdrehte Hängeblätter wie meine Wildform im Garten. Alles ist möglich!?
Eine Frage stellt sich mir beim Wiesenknöterich. Auf der Wiese sieht man jede Menge Blüten und kaum Blätter. Bei mir im Garten hat der Wiesenknöterich einen großen Blattbusch und nur vereinzelt Blüten. Sollte ich ihn trockener stellen?



Einige Blüten hatten hellere Hängeblätter.

Links die Wildform aus meinem Garten mit verdrehten Blütenblättern, rechts eine unbekannte Auslese







Sonntag, 31. Mai 2015

Unsere Wiesen

Unsere bunten Wiesen, wo sind sie geblieben? Gülle machte sie dunkelgrasgrün. Die bunten Blumen sind tot. Warum nur? Müssen wir unsere Jahrtausende alten Wiesen opfern, um immer billigere landwirtschaftliche Produkte zu kaufen? Wie im letzten Bild zu sehen ist, wird das Heu offensichtlich nicht einmal gebraucht.
Die ersten vier Bilder zeigen eine Wiese nahe unserem Dorf vor fast 20 Jahren. Das es sich um die selbe Wiese handelt, sehen Sie an den Gehölzgruppen im Hintergrund.
Im Mai war die Wiese weiß vom Wiesenschaumkraut, im Juni gelb vom Scharfen Hahnenfuß und anschließend rosa von der Kuckucks-Lichtnelke.
Vor ein paar Tagen war die Wiese mal wieder braun von der Gülle (vorletztes Bild). Bunte Blumen habe ich dort schon lange nicht mehr gesehen.

Bereits William Robinson (1838-1935) proklamierte in seinem  Buch „The Wild Garden“ (1870) zum ersten Mal die Idee etwas von der "Wildnis" in den Garten retten. Quelle von Robinsons Naturalismus war die wachsende Industrialisierung Englands in dieser Zeit. Wie viel wichtiger ist es Heute, wo auch die Landwirtschaft industrialisiert wurde?
Holen Sie die Wiesen in Ihren Garten! Mehr dazu unter: http://www.wildstaudenzauber.de/Seiten/Gartengestaltung_Naturalistischer_Gartenstil.html.


 








Mittwoch, 27. Mai 2015

noch Mal Jungpflanzenanzucht

Im ersten Bild zeige ich das Problem mit dem eigenen Kompost als Topferde am Beispiel der Spornblume. Rechts die Komposttöpfe voller Unkraut und links die blitzsaubere Blumenerde aus dem Baumarkt. Bevor die Töpfe dann zum "Offenen Garten" ihre Besitzer wechseln, ist zupfen angesagt. Ziemlich mühselig!

Im zweiten Bild zeige ich noch Mal gleich alte Agastache rugosa. Rechts ein Exemplar aus dem Topf und links daneben ein Exemplar aus dem Anzuchtbeet. In nur wenigen Wochen hat die Pflanze aus dem Anzuchtbeet einen kräftigen Wurzelballen gebildet. Links im Hintergrund die Anzuchtbeete.


Katzenminze

Ich liebe die blauen Blumen im Garten. Die Gattung Nepeta, Katzenminze, hat da Einiges zu bieten und um gleich eine größere Drift anlegen zu können, habe ich eine ganze Multitopfpalette pikiert. Das sind 60 Pflanzen, die dann auch getopft wurden und zusammen mit den anderen Schätzen auf den Tischen stehen.
Heute morgen nach dem starken Regen der Nacht inspizierte ich die Töpfe und mußte bei einigen tiefe Krater feststellen in die auch gleich die Pflanzen gedrückt wurden (im Bild Delphinium exaltatum).


Die Krater stammten von Katzenpfoten und ihr Ziel waren die Töpfe die Katzenminze (Nepeta faassenii). Die Pflänzchen waren plattgedrückt oder abgefressen. Ich habe täglich Besuch von mindestens 5 Katzen in meinem Garten. Besonders lieben sie N. grandiflora 'Zinser's Giant' und N. faassenii 'Six Hills Giant'. Diese Pflanzen werden plattgewalzt oder zerrupft.
Ich habe alle Minzen-Töpfe auf den Kompost gebracht. Anscheinend ist besonders diese Art bei Katzen beliebt und dann keine Zierde für den Garten. Die eher zitronig riechenden Katzenminzen sollen von den Katzen gemieden werden. Man muss sich auch von Pflanzen trennen können.
N. grandiflora 'Bramdean' wurde noch nicht attackiert und auch die hohen N. kubanica wurden noch nie belästigt. Letztere sind wunderbare mannshohe Pflanzen mit einer enormen Blütezeit (http://www.wildstaudenzauber.de/Stauden/nepeta_kubanica.htm).