Herzlich Willkommen


Herzlich Willkommen im Staudengarten Gross Potrems

Hier gibt es die neuesten Informationen aus unserem Staudengarten in Gross Potrems, Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern. Ergänzend dazu können Sie in unserer Website (www.wildstaudenzauber.de) auf mehr als 600 Seiten mit ca. 2000 Bildern unseren Wildstaudengarten kennenlernen. Unter Wildstauden verstehen wir züchterisch kaum veränderte Pflanzen und zwar nicht nur die einheimischen, sondern auch Pflanzen aus Europa, Amerika und Asien. Seit fast 40 Jahren gestalten und pflegen wir unseren naturnahen Staudengarten, in dem der Rasen und die Staudenbeete nach und nach durch Staudenwiesen ersetzt wurden. Auf 1000 m² entstanden langlebige Pflanzengemeinschaften mit etwa 500 verschiedenen Wildstaudenarten und zahlreichen Gräsern.Die Gartenrundgänge zu den verschiedenen Jahreszeiten und das Stauden-ABC werden Ihnen sicher gefallen.

Unseren Staudengarten können Sie von Juni bis September von 10.00 bis 18.00 besuchen. Bitte per E-Mail : jochen@wildstaudenzauber.de, Telefon: 03820813345 oder Handy: 017661658902 anmelden. Bitte keine Pflanzen mitbringen! Für mehr als 15 Personen (Busse) ist unser Garten zu klein.
Mit Hilfe des Gartenreiseführers Mecklenburg-Vorpommern können Sie sich eine individuelle Tour zu den schönsten Gärten im Norden Deutschlands zusammenstellen.
Im Juni 2014 erschien mein Buch "Naturnahe Gartengestaltung mit Wildstauden", das Sie bei der Gesellschaft der Staudenfreunde für 15 € inkl. Versand erwerben können.



Freitag, 31. Oktober 2014

Ich seh Gespenster

Es ist Halloween und überall sehe ich Gespenster. Nebel wabbern durch den Garten...

Die weißen Blüten der Gaura lindheimeri wollen noch nicht schlafen gehen.

Darmera peltata hat die schönste Herbstfährbung von allen Stauden

Da klaut doch jemand die Sonne...

...und läßt dafür den Kürbis leuchten.
Gespenster sehe ich aber vorallem in meiner Blog-Statistik. Da gab es im letzten Monat fast 10.000 Besucher?  Mehr als 3.000 kamen aus den USA? Braucht die NSA Infos über meine Stauden?
Mehr als 400 aus Rußland und der Ukraine?
Was will die Weltpolitik in meinem Wildstaudengarten?
Hat jemand Ähnliches beobachtet?



Samstag, 25. Oktober 2014

Polygonum polymorphum


Polygonum polymorphum, der Himalaya-Bergknöterich oder auch Wolkenknöterich, kommt aus China. Bei der Umbenennung der Gattung Polygonum erhielt die Pflanze den Gattungsnamen Aconogonum. Persicaria ist auch noch im Angebot?! Einige Staudengärtner bezeichnen die Pflanze auch als unbekannte Hybride mit dem Namen 'Johanniswolke', 'Weißer Drache' oder 'Englischer Staudenflieder'. Sie wird bis 2 m hoch und sieht immer ordentlich aus. Die Blüte beginnt im Juni. Auch im Juli und August, sehen die Blütenstände noch gut aus, auch wenn sie langsam bräunlich werden.


Der Wolkenknöterich Ende August im Abendsonnenschein



Einmal wollte ich den Knöterich verpflanzen. Nachdem ich ihn teilweise frei gelegt hatte, und die fast armstarken Wurzeln sah, wurde mir klar, dass das wohl sehr aufwendig und kaum erfolgreich sein könnte. Eine junge, eintriebige Pflanze zeigte im Frühjahr des zweiten Jahres 8 Seitentriebe an der alten Wurzel, die auch schon zart bewurzelt waren. Sie ließen sich leicht abbrechen und wurden schöne neue Pflanzen.

Vermehrung des Wolkenknöterichs

Ich habe verschiedene Standorte für den Wolkenknöterich getestet. Halbschatten und Wurzeldruck, d. h. Trockenheit, Vollschatten hinterm Haus und volle Sonne und trocken. An allen drei Standorten machte sich der Knöterich sehr gut. Im Schatten wurde er doppelt so groß, wie in der Sonne und blühte länger.
Weshalb ich hier über den Knöterich schreibe, hat aber einen speziellen Grund. Das Exemplar in der Sonne steht neben einer Bank. Einer meiner Gartenbesucher nahm mich beiseite und empfahl mir, den Knöterich vom Sitzplatz zu entfernen. Er riecht nach Mäusepisse!
Leider habe ich keinen so guten Geruchssinn und konnte das nicht bestätigen. Aber es kamen in diesem Jahr noch viele Besucher, und ich befragte sie dahigehend. Etwa zwei Drittel der Leute fanden den Geruch unangenehm, z. B. nach nassem Hund u. a.. Ein Drittel der befragten Besucher fanden den Geruch jedoch angenehm, nach Vanille, nach einem Dessert, nach Weihnachten.
Hat jemand ähnliche Beobachtungen gemacht?

Polygonum polymorphum links hinten im Vollschatten und rechts in voller Sonne

Freitag, 24. Oktober 2014

Echinacea purpurea

Roter Sonnenhut in meinem Garten
Oft werde ich gefragt, warum der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea) nur sehr kurzlebig ist. Dazu kann ich nur sagen, dass die Art, d. h. die Wildstaude bei mir schon 5 Jahre am gleichen Platz steht und kerngesund ist. Von den zahlreichen Züchtungsformen habe ich alle Pflanzen nach ein bis zwei Jahren wieder verloren.

Trotzdem sich die Art bei mir so gut hält, wollte ich vorsorgen und habe mir Samen bei der GdS bestellt. Das Ergebnis war nicht die reine Art, sondern ein Mischmasch aus verschiedensten Formen des Roten Sonnenhutes. Hier hatte sich wohl die Art mit den Züchtungen gekreuzt.
Schon im zweiten Jahr nach der Aussaat und nicht erst im Winter starben die Mischmasch-Pflanzen ab. Wie im Bild zu sehen, konnte es nicht am Boden liegen. Rechts eine vollkommen gesunde Pflanze und die Pflanze links war bereits Anfang September mausetot. Nach dem Ausgraben habe ich am Wurzelhals nach Lebenszeichen geforscht. Mausetot, und schon schimmlige Wurzeln.

Echinacea-Sämlinge in meinem Garten























Sichtungsbeet für Echinacea-Züchtformen in Weihenstephan
Bei einem Besuch im Sichtungsgarten Weihenstephan wurden meine Beobachtungen bestätigt. Teilweise standen auf den Sichtungsbeeten nur noch die Namensschilder. 63 Sorten werden hier seit 2009 (Vorsichtung) gesichtet. In diesem Jahr (2014) soll das Ergebnis bekannt gegeben werden. Leider habe ich noch nichts finden können.
Trotzdem kann man im Internet bei Staudengärtnern lesen: "Hervorragende Züchterarbeit wurde in den letzten 10 Jahren geleistet. Es wird ständig weitergezüchtet.  Lassen wir uns überraschen was da noch alles kommen wird!"
Mein Rat: Hände weg! Die Wildstaude Echinacea purpurea ist so wunderschön.

Echinacea purpurea am Naturstandort in Virginia, USA, zusammen mit der Seidenpflanze (Asclepias syriaca)


Mittwoch, 22. Oktober 2014

Sonnenaufgang im Nebel




Lange haben wir auf einen Sonnenaufgang im Nebel gewartet. Ein Fotograf wollte ein Bild für den Kalendermonat Oktober oder November haben, und ich wollte ihm über die Schulter schauen bzw. fotografieren. Entweder war es neblig und trüb oder klarer Himmel und ein gleißender Sonnenaufgang. Nun war es endlich soweit.
 






Montag, 20. Oktober 2014

...gelb die Stoppelfelder

"Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder..." heißt es im Kinderlied.
"Gift im Grundwasser" titelt die Ostseezeitung vom 17.10.2014. "Der wachsende Einsatz von Pflanzenschutzmitteln belastet das Grund- und Oberflächenwasser. Grenzwerte würden überschritten,..."
Interessiert uns nur das Grundwasser aus dem unser Trinkwasser aufbereitet wird? Was ist mit der Natur, den Pflanzen und Tieren? Brauchen wir die nicht auch für unser Leben?
Was die Umweltschützer für einen Chemiewaffeneinsatz gegen die Natur halten, ist für den Landwirt zeitgemäße Agrarwirtschaft.

Herbizideinsatz
Das Gestrüpp in der Mitte des Bildes bedeckt einen Soll. Als Söll oder Soll wird in Norddeutschland ein meist kreisrundes Kleingewässer mitten im Feld bezeichnet, dass in der Eiszeit durch einen später schmelzenden Eisblock entstanden ist.
In einer Broschüre über das "Mecklenburger ParkLand" kann man lesen:"Ein Soll dient zahlreichen Amphibien und Reptilien als Nahrungs- und Lebensraum wie z. B. Rotbauchunke, Ringelnatter, Lurch (was immer das sein soll), Gras- und Moorfrosch,...
Schauen Sie mal rein, in einen Soll!
Als wir vor fast 40 Jahren nach Mecklenburg kamen, erzählten uns die Einheimischen von Söllen, in denen sie als Kinder Karauschen mit dem Kartoffelkorb gefangen haben. In unseren ersten Jahren hier waren die gewitterschwülen Nächte im Frühjahr von einem fast tropischen Froschkonzert der Laubfrösche in den umliegenden Söllen erfüllt.
Als ich in dieser Zeit Rachel Carsons Buch "Der stumme Frühling" Beck-Verlag München,1962, las, glaubte ich ihr nicht.
In unserem Teich waren in diesem Jahr etwa 10 Wasserfrösche, 10 Molche, eine Ringelnatter und wenige Rotbauchunken. In der Umgebung des Teiches sah ich einige Gras- und Moorfrösche, Erdkröten und in den Stauden saßen viele Laubfrösche.

Unser Gartenteich





Mittwoch, 15. Oktober 2014

Keine Herbstfreude

Seit Jahrzehnten habe ich Sedum telephium 'Herbstfreude' in meinem Garten, und es war jedes Jahr eine Freude zu sehen, wie die Schmetterlinge und auch ein Laubfrosch die Blüten mögen. Auch im Winter waren sie der Hingucker im Garten.
Vor 5 Jahren kaufte ich bei einem bekannten Staudengärtner 10 Stück der in Zeitschriften und Büchern hochgelobten 'Matrona', 5 Sedum spectabile 'Septemberglut und 5 'Stardust'. Sie waren von Anfang an mehr oder weniger traurige Gestalten und entwickelten sich in den 5 Jahren kaum weiter. Sie sahen irgendwie krank aus. Die Blätter waren abgefallen und die Stängel faulten regelrecht. Das betraf alle 20 neugekauften Pflanzen mehr oder weniger. Im Frühjahr diesen Jahres habe ich sie auf den Kompost gebracht.
Doch, oh Schreck, wie sehen denn meine Jahrzehnte alten Sedum in diesem Herbst aus??
Wer hat ähnliches beobachtet? Ist es eine Krankheit? Muß wohl ansteckend sein!?

'Herbstfreude' 2007, gesund und wüchsig seit Jahrzehnten.

Wunderschön auch im Spätherbst und Winter 2008
Der Laubfrosch wartet auf Beute
 
Sedum spectabile 'Septemberglut', Neuzukauf 2009, die Blätter sind abgefallen und die Stängel faulen Bild von 2012
meine Jahrzehnte alten 'Herbstfreude' sind 2014 offensichtlich auch infiziert.