Sonntag, 7. März 2021

Schneeglöckchen & Co.

Den paar warmen Tagen sei Dank, der Vorfrühling ist da. Schneeglöckchen, Winterlinge und Elfenkrokus blühen um die Wette und überall summt es. Die Nistkästen sind gesäubert und das alte Staudenkraut ist abgemäht, abgeharkt und zur Benjeshecke gebracht. Verbrennen, wie seit vielen Jahrzehnten, sollen wir ja nicht mehr.
Oft werde ich gefragt, wo kann man Frühjahrsblüher pflanzen. Ich habe mir Folgendes ausgedacht. Die Grundstücksgrenze ist bei mir durch eine freiwachsende Laubgehölzhecke (Kornelkirsche, Sanddorn, Felsenbirne, Wildpflaume, Holunder, Schlehe, Kartoffelrose, Aronia u. a. bepflanzt. Zwischen dieser Laubgehölzhecke und der Staudenpflanzung ist ein etwa 1 Meter breiter Streifen (im Bild andeutungsweise zu erkennen). Dort wachsen meine Geophyten in großen Kolonien. Der Streifen wird wesentlich später gemäht als die Rasenplätze und Rasenwege, sodass die Zwiebelgewächse in Ruhe einziehen können. Wenn die Gehölze dann belaubt sind, wird es auf dem Streifen trocken, was die meisten Geophyten, besonders die Wildtulpen, sehr schätzen. Während des Sommers wird der Streifen als Pflegeweg genutzt und 2 bis 3 Mal pro Jahr gemäht. Von hier aus können die Sträucher beschnitten und beerntet werden und die Staudenpflanzung wird gewissermaßen von hinten gepflegt. Es können auch Blumensträuße gepflückt werden, sowie Fotos aus einer besonderen Position gemacht werden. Wenn dann die Enkel den Pflegeweg zum Versteckspiel benutzen, schaue ich lieber weg.

Von diesem Pflegeweg bzw. Geophytenbeet versamen sich die Schneeglöckchen & Co. unter die Sträucher und auch in die Staudenpflanzung, sowie in den Rasen (siehe Bild mit Elfenkrokussen). Pflanzungen im Rasen haben bei mir keinen Bestand. Wahrscheinlich wegen dem zu zeitigen Rasenschnitt. Und in der Staudenpflanzung halten sie sich auch nicht lange.

Pflegeweg



Krokusse im Rasen selbst ausgesät.


Winterlinge Eranthis hyemalis


Elfenkrokus Crocus tomasianus


Viele Leute müssen heute im Homeoffice arbeiten und ihre Besprechungen per Videokonferenz durchführen. Auch wir Mitglieder der Gesellschaft der Staudenfreunde nutzen die Möglichkeiten der Videokonferenzen, da wir uns aktuell nicht treffen können. Am 11. März, 19.00 werde ich einen Vortrag über die Wildstauden in Japan via "Zoom-Software" halten. Wenn Sie Interesse haben daran teilzunehmen, melden Sie sich bitte bei Frau Dr. Petra Rasel, der Vorsitzenden unserer GdS-Gruppe MV (gds-rg-mv@gmx.de). Dann bekommen Sie einen Zugangscode. Auf den Klicken Sie etwa 5 bis 10 Minuten vor 19.00. Sie benötigen einen PC mit funktionierenden Mikrofon und Kamera. Im Netz gibt es zahlreiche Anleitungen zur Teilnahme an einem Meeting, z. B. hier: https://www.youtube.com/watch?v=-xgI-UofA90
Ich bin sehr gespannt, wer da sein wird.

In der Bildmitte sehen Sie die Forschungsstation für Rinderzucht der Uni Fukuoka inmitten eines der letzten Paradiese Japans, dem Aso-Kuju-Nationalpark.




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