Montag, 1. September 2014

Sonnenblumen

Der Monat August war gelb, wie jedes Jahr. Anlass mal die Sonnenblumen unseres Gartens unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls sich von einigen zu trennen. Dass ich so viele Arten gesammelt habe, liegt daran, dass ich in den USA und Kanada so viele verschiedene gesehen habe und glaubte, sie wären eine Bereicherung unseres Gartens. Nach einigen Jahren muss ich nun feststellen, dass sie sich erstens, nicht so stark unterscheiden und zweitens aber doch recht unterschiedliche Wuchsformen und vorallem unterschiedliche Wucherneigungen zeigen. Also entbehrlich sind. Die mehr als 50 Arten der Gattung Helianthus kann ich leider noch nicht alle auseinander halten. Hier findet sich ein Bestimmungsschlüssel: http://www.bvnh.de/bnh/bestimm/gatth/helianthus.html.

Da wäre z. B. Helianthus strumosus, die übermannshohe Kropfige Sonnenblume, Sonnenwurzel oder auch Helianti aus dem Osten der USA. Sie ist in Blatt und Blüte der Kleinblütigen Sonnenblume (Helianthus microcephalus) recht ähnlich. Letztere ist jedoch wesentlich standfester und wuchert nicht. Also ist H. strumosus vor allem wegen des Wucherns entbehrlich!

rechts H. microcephalus 'Lemon Queen', mitte H. microcephalus, die Art und links H. strumosus
H. strumosus auf dem Weg zum Kompost

Helianthus microcephalus, die Kleinblütige Sonnenblume aus Nordamerika mit etwa 2 m Wuchshöhe und einer sehr langen Blütezeit von August bis Oktober ist eine meiner Favoriten auf die ich nicht verzichten möchte. Ich habe sie u. a. zwischen die Herbstastern gepflanzt. Sie wendet ihre Blüten immer dem Licht zu, was man beim Pflanzen beachten sollte. Die Schmetterlinge mögen sie auch. Sie verträgt viel Trockenheit und Wurzeldruck. Wegen des vergleichsweise kleinen Wurzelballens lässt sie sich gut verpflanzen.
Helianthus microcephalus "Lemon Queen" soll eine Naturhybride von H. pauciflorus var. subrhomboideus x H. tuberosus sein, die in den USA im mittleren Westen wächst.

Helianthus microcephalus 'Lemon Queen'






Helianthus rigidus syn. Helianthus pauciflorus, die mannshohe Steife Sonnenblume aus der nordamerikanischen Prärie ist bekannt für ihr Wuchern. Ich habe sie schon seit Jahrzehnten im Garten. Wenn da nicht die schönen Blüten wären, hätte ich sie schon längst rausgeschmissen, weil sie nicht nur wuchert sondern auch noch umfällt und zarte Stauden unter sich begräbt.  H. rigidus ist ähnlich der bekannteren Topinambur (H. tuberosus). Von dieser jedoch durch die rotbraunen Röhrenblüten (bei Topinambur gelb!) zu unterscheiden. Sie blüht im Juli/August.

Helianthus rigidus

Helianthus decapetalus, die brusthohe Staudensonnenblume, kommt aus den Prärien Nordamerikas und liebt warme, nährstoffreiche und durchlässige Böden. Sie wuchert etwas und sollte nach einigen Jahren verpflanzt werden. Die Sorten Capenoch Star, Loddon Gold, Soleil d’ Or und Triomphe de Gand, werden auch als Kreuzungen zwischen Helianthus annuus und Helianthus decapetalus bezeichnet und heißen dann Helianthus x multiflorus, die Vielblütige Sonnenblume. 'Soleil d’ Or' wurde bereits um 1890 von William Baylor Hartland, einem englischen Gärtner, gefunden und in den Handel gebracht. Sie blüht im Juli/August. Die beiden im Bild gezeigten 'Soleil d’ Or' und 'Triomphe de Gand' gehören für mich zu den schönsten Staudensonnenblumen.

'Soleil d' Or'

'Triomphe de Gand'

Im letzten Jahr habe ich Helianthus occidentalis neu aus Samen gezogen, die brusthohe Westliche Sonnenblume oder auch Wenigblättrige Sonnenblume. Sie kommt, wie der Name sagt aus der westlichen USA. Dort wächst sie auf trockenen und sandigen Wiesen. Sie ist wegen ihrer kleinen Blüte und den wenigblättrigen Stängeln nicht mit anderen Sonnenblumen zu verwechseln. Sie blüht spät von August bis Oktober. In Einzelstellung fällt sie um und muss durch andere Stauden und Gräser gestützt werden.

Helianthus occidentalis

Helianthus pauciflorus ssp. subrhomboideus, die übermannshohe Armblütige Sonnenblume aus Nordamerika hat zahlreiche Synonyme: Helianthus laetiflorus var. subrhomboideus, Helianthus rigidus ssp. laetiflorus, Helianthus rigidus ssp. subrhomboideus und Helianthus subrhomboideus. Es könnte sich auch um Helianthus pauciflorus ssp. pauciflorus handeln. Näheres zur Identifikation unter:
http://minnesotaseasons.com/Plants/stiff_sunflower_%28subrhomboideus%29.html.
Sie kommt auf feuchtem Grasland vor. Andere Quellen schreiben trocken bis leicht feucht.
Der besondere Wert von Helianthus pauciflorus ssp. subrhomboideus liegt in der späten Blüte zusammen mit blauen, roten und weißen Herbstastern.

Helianthus pauciflorus ssp. subrhomboideus links und H.strumosus rechts



Mittwoch, 13. August 2014

Nachtviole und Kohlweißlinge

Die Nachtviole, Hesperis matronalis, ist eine wertvolle Staude für das Frühjahr. Kaum eine andere Staude blüht schon im Mai mit so hohen Blütenständen. Die Blüten erinnern etwas an Phlox.


Im 2. Bild leistet sie der Wieseniris Gesellschaft und im 3. Bild steht sie, und zwar die var. alba, im Schatten zusammen mit bunter Akelei und gelben Gämswurz.


 Mit dem Beitrag möchte ich keineswegs Frühlingsgefühle wecken. Dafür ist es noch viel zu früh. Aber trotzdem lohnt es sich den Blattrosetten der Nachtviole etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Mein ganzer Bestand in Monokultur in einem Tuff ist fast vernichtet. Kohlweißlingsraupen haben sich über die Blätter des Kreuzblütlers hergemacht.
Einfach haben sie es ja nicht, die Kohlweißlinge, denn wer baut denn noch Kohl an. Vor einigen Jahren hatte ich schon Crambe cordifolia, ein Riesenexemplar, an die Kohlweißlinge verloren. Da ich die Kohlweißlinge nicht verjagen kann und die Raupen nicht vergiften möchte, werde ich mich von den Nachtviolen trennen.



Melica altissima 'Atropurpurea'
 Auch von Melica altissima 'Atropurpurea', erst in diesem Frühjahr ausgesät und hier noch im Anzuchtbeet, werde ich mich wieder trennen. Die Halme fielen beim ersten stürmischen Regen um.

Achnaterum calamagrostis 'Lemperg'




Auch Achnaterum calamagrostis 'Lemperg' neigt sich so unschön zur Seite und bedeckt den Storchschnabel. Können sie nicht alle so straff stehen wie Försters Sandrohr?


Donnerstag, 7. August 2014

Wilder Rittersporn


In unserem Wildstaudengarten gibt es auch einige , wie ich meine, unverzichtbare Beet- oder Prachtstauden und zwar Rittersporn, Phlox und Sonnenbraut.

Delphinium elatum Sämlinge

Die Gattung Rittersporn enthält etwa 300 Arten und zwar nicht nur blaue sondern auch gelbe, rote und hellgrau-blaue. Sollte da nicht auch was für den Wildstaudengarten dabei sein, ohne jetzt Delphinium elatum und seine Abkömmlinge ablösen zu wollen. In China kommen 150 Arten endemisch vor. 61 Arten sind in Nordamerika beheimatet. Dort habe ich am Alaska-Highway Delphinium glaucum sehr oft am Straßenrand gesehen.


Delphinium glaucum

Im letzten Jahr habe ich mir Delphinium exaltatum, den brusthohen Rispigen Rittersporn aus dem Nordosten der USA bei "Dawnswildthings" (http://www.dawnswildthings.com/) bestellt. Auf zahlreichen Bildern ist er blau. Meiner ist grau-weißlich. Er blüht recht lange von Juli bis August.
Wer hat noch andere Wildarten und kann mir Samen oder Pflanzen schicken. Größere Pflanzen hole ich auch gern ab.


Delphinium exaltatum


Delphinium exaltatum









Samstag, 26. Juli 2014

Wildlilien

Lilium leichtlinii Japan-Lilie

"Wachwechsel" am Teich. Die Goldkolben verblühen und die gelben Japanlilien tragen das Gold weiter.
Wenn ich meine Besucher durch den Wildstaudengarten führe, glauben sie spätestens dann, wenn wir vor den Wildlilienhorsten stehen, mich erwischt zu habe: "Das sind doch keine Wildstauden, das sind Prachtstauden!?"
Und ob das Wildstauden sind!

Lilium pardalinum Pantherlilie

Während für Lilien meist eine gute Drainage und ein trockener Untergrund für die Zwiebel notwendig sind, gibt es auch "Sumpflilien", wie z. B. Lilium pardalinum, die Pantherlilie oder Lilium leichtlinii, die Japanlilie oder Gelber Türkenbund genannt. Beide stehen bei mir im feuchten Umland des natürlichen Teiches. Die Panterlilie schon seit Jahrzehnten. Gelegentlich wird sie von Wühlmäusen dezimiert aber der Bestand ist inzwischen so groß, dass sie sich immer wieder regeneriert.

Die Zwiebeln der Pantherlilie sind recht groß und hängen zusammen.



Lilium tenuifolium, syn. L. pumilum Feinblatt-Türkenbund, Lacklilie oder Korallenlilie

Lilium tenuifolium, syn. L. pumilum, der Feinblatt-Türkenbund oder auch als Lacklilie und Korallenlilie bezeichnet, kommt aus Sibirien und Nord-China. Sie wird nur kniehoch und blüht bereits im Juni zusammen mit Rittersporn und Glockenblumen. Die signalroten Blüten sind recht klein.

Lilium martagon, Türkenbundlilie


Ebenfalls mit kleinen Blüten, schon im Juni, blüht die einheimische Türkenbundlilie. Ihre Farbe ist nicht gerade spektakulär. Deshalb wird oft die var. alba gepflanzt.

Lilium tigrinum var. splendens
Lilium tigrinum, die fast mannshohe Tiger-Lilie, wurde in unserem Garten oft von den Wühlmäusen verspeist. Heute heißt sie L. lancifolium. Ich habe den alten Namen beibehalten, weil er sich wesentlich besser einprägt.
Im Kuju-Hochland in Japan sah ich sie auf den Bergwiesen. Sie blüht im Juli.

Tigerlilien auf einer Wiese im Kuju Hochland, Japan

Lilium henry  Riesen-Türkenbund



Lilium henryi, der Riesen-Türkenbund kommt aus Zentral-China. Die Pflanzen werden bis mannshoch und blühen Ende Juli in einem schönen Orange.
Die Lilienhorste habe ich in Drahtkörbe, sogenannte Kartoffelkörbe gepflanzt um sie vor Wühlmäusen zu schützen.
Ständig sollte man nach den Lilienhähnchen schauen, einem kleinen roten Käfer. In diesem Jahr gibt es keine. Auch andere Schädlinge, wie die grauen Raupen am Salomonsiegel sind dieses Jahr selten. Ob es an den neu aufgehängten Meisenkästen liegt? Sie sind von Sumpfmeisen bewohnt.
Im Bestand von Lilium leichtlinii habe ich dürre Stängel entdeckt.

kranke Stängel bei Lilium leichtlinii
Weiß jemand, was das ist und wie ich es bekämpfen kann?

Hat jemand die einheimische  Feuerlilie (Lilium bulbiferum) zu verkaufen?









Montag, 21. Juli 2014

Kerzen-Ligularien, Goldkolben

Im Sommer poste ich meist nur bei Regen und nun auch bei 30°C. Immer an den Strand ist auch langweilig, und im Garten ist jede Arbeit sehr anstrengend. Fotografieren in den Morgen- und Abendstunden geht da schon eher.
Ein absoluter Blühhöhepunkt in unserem Garten ist die Ligularienblüte, die sich dank 10 verschiedener Arten von Juni bis September erstreckt.
Selten findet man in den Gärten so stattliche Ligularien. Unser großer Vorteil ist ein natürlicher Tümpel, der sein Umland mit Wasser versorgt. Alle Ligularien haben "nasse Füße" und stehen z. Teil in praller Sonne, so wie ich das auch in ihrer Heimat Japan und China gesehen habe.
Genug der Vorrede, hier nun die Bilder:

Goldkolben rund um den Tümpel

Ligularia x hessei 'Laternchen' ist die Kleinste.

Ligularia przewalskii verträgt die meiste Sonne, da Ihre Blätter stark geschlitzt sind.
Ligularia stenocephala ist mit über 2 Metern die größte Art. Ich habe offensichtlich 2 Sorten, die sich an den Blatträndern unterscheiden.

Ligularia stenocephala 'The Rocket' und 'Weihenstephan'? Wer kann helfen?

Trotz ihrer Größe lassen sie sich gut in Wiesenkonzepte einbinden.
Ligularia veitchiana blüht später. Sehr schön zusammen mit Wasserdost und Schirmaster.





Dienstag, 1. Juli 2014

Cenolophium denudatum, Baltische Petersilie

Im Sarastro-Rundbrief VII/2014 hat der Staudengärtner Kress eine Lanze für die Doldenblütler gebrochen. Dem kann ich mich nur anschließen. Auch für meine Staudenwiesen sind die Doldenblütler sehr wertvoll. Der sehr informative Rundbrief ist zu beziehen von: office@sarastro-stauden.com.
Nicht genannt ist Cenolophium denudatum (Syn. Cenolophium fischeri, Athamanta denudata), die brusthohe Baltische Petersilie.
Sie kommt in Europa, Rußland und West-China vor. Sie wird auch als Hohlrippe bezeichnet und ist wie Selinum sehr gut für die Auflockerung von Wiesen und auch für frische Blumensträuße und Trockensträuße geeignet. Sie blüht vom Juni bis zum Herbst und stirbt nach der Blüte nicht ab. Es gibt nur eine Art in der Gattung. Sie ist sehr anpassungsfähig, für Sonne und Schatten und für jeden etwas feuchten aber gut drainierten Boden. Ausführliche Informationen gibt es bei: http://www.gardenershq.com/cenolophium-denudatum.php.
Die Samen habe ich von der RHS (Royal Horticultural Society) aus England bekommen. Sie keimten sehr gut.
Im ersten Bild sind die charakteristische Rotfärbung der Stängel und die dunkelgrünen, farnartigen Blätter zu sehen. Im zweiten Bild steht sie recht feucht und im Halbschatten, zusammen mit Iris pseudacorus und Sanguisorba menziesii.

Wer hat Erfahrung mit Cenolophium denudatum und wie alt wird sie bei uns?



Donnerstag, 26. Juni 2014

Ein nebliger Morgen

Eigentlich beginnen die nebligen Morgen erst im Herbst. Doch heute um 6.00 verzauberte mich ein Blick aus dem Schlafzimmerfenster so sehr, dass ich nur mit Hemd und Pantoffeln und natürlich dem Fotoapparat in den Garten stürmte.
Bei der Gelegenheit sah ich noch einige wenige Nacktschnecken, die ich zertreten habe, um dann anschließend meine Pantoffelsohlen schrubben zu müssen. Aber ich denke der frühe Ausflug hat sich gelohnt. Hier ein paar Kostproben.






Mittwoch, 11. Juni 2014

Blackbox-Gardening


http://www.ulmer.de/Themen-Wahl/Garten-Pflanzen/Fortgeschrittene/Blackbox-Gardening,L1VMTUVSU0hPUF9ERVRBSUw_U0hPUF9JRD00MTMyMjgzJk1JRD0xNDAxMDE.html?UID=938CBF329B11CC14A02566FF996DF8A8CAED637B8363DBD2
Blackbox-Gardening. Mit versamenden Pflanzen Gärten gestalten. Jonas Reif, Christian Kreß. 2014. 188 S., mit 221 Farbfotos von Jürgen Becker, 3 Zeichnungen, Flexcover. ISBN 978-3-8001-7538-3. € 29,90

Bereits im Vorwort stellen die Autoren etwas drastisch fest, dass die Gärten zu Beginn des 21. Jahrhunderts klinisch tot sind, und wir noch nie weiter von der Natur entfernt waren als heute. Recht haben sie!
Doch was ist der Ausweg? Bücher über naturnahe Gartengestaltung gibt es schon viele. In diesem Buch wird unter dem englischen und mir persönlich unpassend erscheinenden Titel „Blackbox Gardening“ empfohlen, mit versamenden Pflanzen Gärten zu gestalten. Der Begriff „Blackbox Gardening“ scheint nicht aus der englischen Gartenliteratur zu kommen. Die Autoren Jonas Reif, Chefredakteur der „Gartenpraxis“ und der Staudengärtner Christian Kress wollen wohl damit einen neuen Begriff für eine naturnahe Gartengestaltung einführen, passend zum New German Style?
Das erste Buch zum völlig neuen Gartenthema“, so wird es vom Verlag beworben. Wenn auch der Titel und der schwarze Einband des Buches auf fällt, so ist es nicht völlig neu, dass sich Pflanzen im Garten versamen. Doch wie geht man damit um? Darauf versuchen die Autoren im Buch eine Antwort zu geben. Erwartet hätte ich dazu noch mehr Bilder von einem „Blackbox Garten“ über die Jahre, die den Beweis erbringen, dass das Ganze auch langjährig funktioniert. Doch stattdessen, wie schon so oft, werden in sehr schönen Bildern riesige Gärten vor allem außerhalb Deutschlands gezeigt.
In meinem eigenen Garten, auf recht fruchtbaren und feuchten Boden habe ich über viele Jahre das Aussamen und auch Wuchern meiner Wildstauden zugelassen. „Hochdynamisch“ entwickelten sich vor allem das Unkraut und die Ungräser. Der Pflegebedarf eines solchen Gartens ist enorm hoch! Abmagern des Bodens, wie im Buch beschrieben, ist eine Möglichkeit. „Blackbox Gardening“ mit klaren, architektonischen Formen in einem Garten zu verbinden, eine andere. Beide kamen für meine naturalistische Gartenphilosophie nicht in Frage. In meinem Wildstaudengarten wurden stattdessen alle kurzlebigen und kurzwüchsigen Stauden entfernt und viele größere langlebige Stauden gepflanzt. Damit lies sich der Pflegebedarf entscheidend reduzieren.
Es bleibt abzuwarten, welche langjährigen Erfolge „Blackbox Gardening“, wie im Buch beschrieben, zeigen wird.
Als ein Anstoß für naturnahes Gärtnern kann es nicht genug Ideen und Bücher geben. Deshalb ist das Buch jedem engagierten Gartenfreund als Experimentierbasis für naturnahes Gärtnern zu empfehlen.

4 Sterne

Weitere Buchempfehlungen finden Sie auf meiner Homepage: http://www.wildstaudenzauber.de/Seiten/Buchempfehlungen.htm 

Damit nicht nur die Blackbox den Eindruck des Posts bestimmt, hier noch ein paar Bilder aus unserem Wildstaudengarten kurz vor dem nächsten Black weather, das schon aufzieht.







Sonntag, 8. Juni 2014

Im Moor

Mein Enkel war mal wieder zu Besuch und sein größter Wunsch war es, mit Opi im Wald und im Moor zu "erforschen". Wobei ihn die Tiere interessieren und mich die Pflanzen. Kleine Wälder und auch gleich zwei Moore sind hier gewissermaßen direkt vor der Haustür, das Groß Potremser Moor, völlig unberührt und das Göldenitzer Moor, in dem noch immer Torf abgebaut wird.
Seit fast 50 Jahren wohnen wir hier, aber im Moor war ich höchst selten. Um so überraschter war ich von der herrlichen Landschaft und den typischen Pflanzen des Moores: Wollgras, Sumpfporst, Sonnentau u. a..

Eriophorum species Wollgras am Ufer eines Torfstiches
Ledum palustre Sumpfporst Foto: Timon Mickley

Ringelnatter, erkenntlich an den halbmondförmigen, gelben Flecken am Kopf Foto: Timon Mickley

Moorfrosch mit dunkelbraunem Fleck neben dem Auge, schwer vom Grasfrosch zu unterscheiden Foto: Timon Mickley

Drosera rotundifolia Rundblättriger Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze

Torfabbau

Lysimachia thyrsiflora Straußblütiger Gilbweiderich
Wiesen zwischen den Mooren im Abendlicht