Montag, 21. Juli 2014

Kerzen-Ligularien, Goldkolben

Im Sommer poste ich meist nur bei Regen und nun auch bei 30°C. Immer an den Strand ist auch langweilig, und im Garten ist jede Arbeit sehr anstrengend. Fotografieren in den Morgen- und Abendstunden geht da schon eher.
Ein absoluter Blühhöhepunkt in unserem Garten ist die Ligularienblüte, die sich dank 10 verschiedener Arten von Juni bis September erstreckt.
Selten findet man in den Gärten so stattliche Ligularien. Unser großer Vorteil ist ein natürlicher Tümpel, der sein Umland mit Wasser versorgt. Alle Ligularien haben "nasse Füße" und stehen z. Teil in praller Sonne, so wie ich das auch in ihrer Heimat Japan und China gesehen habe.
Genug der Vorrede, hier nun die Bilder:

Goldkolben rund um den Tümpel

Ligularia x hessei 'Laternchen' ist die Kleinste.

Ligularia przewalskii verträgt die meiste Sonne, da Ihre Blätter stark geschlitzt sind.
Ligularia stenocephala ist mit über 2 Metern die größte Art. Ich habe offensichtlich 2 Sorten, die sich an den Blatträndern unterscheiden.

Ligularia stenocephala 'The Rocket' und 'Weihenstephan'? Wer kann helfen?

Trotz ihrer Größe lassen sie sich gut in Wiesenkonzepte einbinden.
Ligularia veitchiana blüht später. Sehr schön zusammen mit Wasserdost und Schirmaster.





Dienstag, 1. Juli 2014

Cenolophium denudatum, Baltische Petersilie

Im Sarastro-Rundbrief VII/2014 hat der Staudengärtner Kress eine Lanze für die Doldenblütler gebrochen. Dem kann ich mich nur anschließen. Auch für meine Staudenwiesen sind die Doldenblütler sehr wertvoll. Der sehr informative Rundbrief ist zu beziehen von: office@sarastro-stauden.com.
Nicht genannt ist Cenolophium denudatum (Syn. Cenolophium fischeri, Athamanta denudata), die brusthohe Baltische Petersilie.
Sie kommt in Europa, Rußland und West-China vor. Sie wird auch als Hohlrippe bezeichnet und ist wie Selinum sehr gut für die Auflockerung von Wiesen und auch für frische Blumensträuße und Trockensträuße geeignet. Sie blüht vom Juni bis zum Herbst und stirbt nach der Blüte nicht ab. Es gibt nur eine Art in der Gattung. Sie ist sehr anpassungsfähig, für Sonne und Schatten und für jeden etwas feuchten aber gut drainierten Boden. Ausführliche Informationen gibt es bei: http://www.gardenershq.com/cenolophium-denudatum.php.
Die Samen habe ich von der RHS (Royal Horticultural Society) aus England bekommen. Sie keimten sehr gut.
Im ersten Bild sind die charakteristische Rotfärbung der Stängel und die dunkelgrünen, farnartigen Blätter zu sehen. Im zweiten Bild steht sie recht feucht und im Halbschatten, zusammen mit Iris pseudacorus und Sanguisorba menziesii.

Wer hat Erfahrung mit Cenolophium denudatum und wie alt wird sie bei uns?



Donnerstag, 26. Juni 2014

Ein nebliger Morgen

Eigentlich beginnen die nebligen Morgen erst im Herbst. Doch heute um 6.00 verzauberte mich ein Blick aus dem Schlafzimmerfenster so sehr, dass ich nur mit Hemd und Pantoffeln und natürlich dem Fotoapparat in den Garten stürmte.
Bei der Gelegenheit sah ich noch einige wenige Nacktschnecken, die ich zertreten habe, um dann anschließend meine Pantoffelsohlen schrubben zu müssen. Aber ich denke der frühe Ausflug hat sich gelohnt. Hier ein paar Kostproben.






Mittwoch, 11. Juni 2014

Blackbox-Gardening


http://www.ulmer.de/Themen-Wahl/Garten-Pflanzen/Fortgeschrittene/Blackbox-Gardening,L1VMTUVSU0hPUF9ERVRBSUw_U0hPUF9JRD00MTMyMjgzJk1JRD0xNDAxMDE.html?UID=938CBF329B11CC14A02566FF996DF8A8CAED637B8363DBD2
Blackbox-Gardening. Mit versamenden Pflanzen Gärten gestalten. Jonas Reif, Christian Kreß. 2014. 188 S., mit 221 Farbfotos von Jürgen Becker, 3 Zeichnungen, Flexcover. ISBN 978-3-8001-7538-3. € 29,90

Bereits im Vorwort stellen die Autoren etwas drastisch fest, dass die Gärten zu Beginn des 21. Jahrhunderts klinisch tot sind, und wir noch nie weiter von der Natur entfernt waren als heute. Recht haben sie!
Doch was ist der Ausweg? Bücher über naturnahe Gartengestaltung gibt es schon viele. In diesem Buch wird unter dem englischen und mir persönlich unpassend erscheinenden Titel „Blackbox Gardening“ empfohlen, mit versamenden Pflanzen Gärten zu gestalten. Der Begriff „Blackbox Gardening“ scheint nicht aus der englischen Gartenliteratur zu kommen. Die Autoren Jonas Reif, Chefredakteur der „Gartenpraxis“ und der Staudengärtner Christian Kress wollen wohl damit einen neuen Begriff für eine naturnahe Gartengestaltung einführen, passend zum New German Style?
Das erste Buch zum völlig neuen Gartenthema“, so wird es vom Verlag beworben. Wenn auch der Titel und der schwarze Einband des Buches auf fällt, so ist es nicht völlig neu, dass sich Pflanzen im Garten versamen. Doch wie geht man damit um? Darauf versuchen die Autoren im Buch eine Antwort zu geben. Erwartet hätte ich dazu noch mehr Bilder von einem „Blackbox Garten“ über die Jahre, die den Beweis erbringen, dass das Ganze auch langjährig funktioniert. Doch stattdessen, wie schon so oft, werden in sehr schönen Bildern riesige Gärten vor allem außerhalb Deutschlands gezeigt.
In meinem eigenen Garten, auf recht fruchtbaren und feuchten Boden habe ich über viele Jahre das Aussamen und auch Wuchern meiner Wildstauden zugelassen. „Hochdynamisch“ entwickelten sich vor allem das Unkraut und die Ungräser. Der Pflegebedarf eines solchen Gartens ist enorm hoch! Abmagern des Bodens, wie im Buch beschrieben, ist eine Möglichkeit. „Blackbox Gardening“ mit klaren, architektonischen Formen in einem Garten zu verbinden, eine andere. Beide kamen für meine naturalistische Gartenphilosophie nicht in Frage. In meinem Wildstaudengarten wurden stattdessen alle kurzlebigen und kurzwüchsigen Stauden entfernt und viele größere langlebige Stauden gepflanzt. Damit lies sich der Pflegebedarf entscheidend reduzieren.
Es bleibt abzuwarten, welche langjährigen Erfolge „Blackbox Gardening“, wie im Buch beschrieben, zeigen wird.
Als ein Anstoß für naturnahes Gärtnern kann es nicht genug Ideen und Bücher geben. Deshalb ist das Buch jedem engagierten Gartenfreund als Experimentierbasis für naturnahes Gärtnern zu empfehlen.

4 Sterne

Weitere Buchempfehlungen finden Sie auf meiner Homepage: http://www.wildstaudenzauber.de/Seiten/Buchempfehlungen.htm 

Damit nicht nur die Blackbox den Eindruck des Posts bestimmt, hier noch ein paar Bilder aus unserem Wildstaudengarten kurz vor dem nächsten Black weather, das schon aufzieht.







Sonntag, 8. Juni 2014

Im Moor

Mein Enkel war mal wieder zu Besuch und sein größter Wunsch war es, mit Opi im Wald und im Moor zu "erforschen". Wobei ihn die Tiere interessieren und mich die Pflanzen. Kleine Wälder und auch gleich zwei Moore sind hier gewissermaßen direkt vor der Haustür, das Groß Potremser Moor, völlig unberührt und das Göldenitzer Moor, in dem noch immer Torf abgebaut wird.
Seit fast 50 Jahren wohnen wir hier, aber im Moor war ich höchst selten. Um so überraschter war ich von der herrlichen Landschaft und den typischen Pflanzen des Moores: Wollgras, Sumpfporst, Sonnentau u. a..

Eriophorum species Wollgras am Ufer eines Torfstiches
Ledum palustre Sumpfporst Foto: Timon Mickley

Ringelnatter, erkenntlich an den halbmondförmigen, gelben Flecken am Kopf Foto: Timon Mickley

Moorfrosch mit dunkelbraunem Fleck neben dem Auge, schwer vom Grasfrosch zu unterscheiden Foto: Timon Mickley

Drosera rotundifolia Rundblättriger Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze

Torfabbau

Lysimachia thyrsiflora Straußblütiger Gilbweiderich
Wiesen zwischen den Mooren im Abendlicht



Mittwoch, 4. Juni 2014

Wildstaudenbuch

Nun ist es endlich soweit! 
Mein erstes und wohl auch letztes Buch "Naturnahe Gartengestaltung mit Wildstauden" ist in der Schriftenreihe der GdS erschienen (Juni 2014. 144 Seiten mit 275 Fotos vom Verfasser, ISBN 978-3-9808902-6-7).
  
Bestellungen bitte an die Geschäftsstelle der GdS, info@gds-staudenfreunde.de. Empfängeradresse bitte angeben. Lieferung erfolgt nach Zahlungseingang von 15 Euro Vorauszahlung auf das Konto der GdS: DE36 5455 0010 0001 8011 33,  Konto 1801133, BLZ 54550010, Sparkasse Vorderpfalz. 

Das große Reich der Wildstauden umfasst etwa die Hälfte aller in den Gärten gepflanzten Stauden. In diesem Buch werden vor allem Wildstauden vorgestellt, die seit vielen Jahren in meinem Garten wachsen und ohne Winterschutz die härtesten Winter im Nordosten Deutschlands überstanden haben.
275 Garten- und Pflanzenbilder zeigen die Lebensbereiche: trockene und feuchte Wiese, Gehölzsaum, bzw. Schatten des Hauses und Teich mit Teichrand von Frühjahr bis Herbst. Die Wildstauden mit ihrer natürlichen Ausstrahlung, ihrem Charme, ihrer Pflegeleichtigkeit und Nachhaltigkeit sind bestens für eine naturnahe Gartengestaltung geeignet.

Eigentlich wollte ich kein Buch schreiben, um mir die fremdbestimmte Beeinflussung der Gestaltung dessen, was ich zu zeigen habe, zu ersparen. 
Alle Bilder und Texte von unserem Garten sind im Internet auf meiner Website für Jedermann zu erreichen. Im letzten Monat hatte ich laut Google-Analytics 11.605 Nutzer meiner Homepage "wildstaudenzauber.de".
Immer wieder haben mir die Besucher unseres Gartens erzählt, dass sie leider kein Internet haben. Vorallem für diese ist das Buch geschrieben.







 

Montag, 12. Mai 2014

Wildtulpen

Mitte Mai ist die Saison der Wildtulpen in unserem Garten vorbei. Grund genug sie mal hier vorzustellen und ihre Rolle in den Staudenwiesen zu würdigen.
Nachdem die große Eröffnung des Frühlings mit Schneeglöckchen, Winterlingen, Elfenkrokussen, Märzenbechern u. a. vorbei ist, gibt es Ende März, im April und Anfang Mai eine Flaute. Überall schieben sich die grünen Büsche der Stauden, allen voran die Taglilien- und Sandrohrhorste aus der Erde. Schön, dass es die Wildtulpen gibt, die dieser Szenerie Farbe geben.
Bereits gleich nach bzw. auch mit den Schneeglöckchen blüht Tulipa kaufmanniana, die Seerosentulpe mit vielen verschiedenen Sorten. Sie kommt wie fast alle Wildtulpen aus Zentralasien, wo es im Sommer sehr heiß und trocken ist. Dementsprechend kann ich sie in meinem Garten "Am Dorfteich" nur unter Sträuchern pflanzen, wo es im Sommer ein bisschen trockner ist, als im übrigen Garten. Dort stören sie auch weniger bei gelegentlichen Pflanzarbeiten im Staudenbeet. Die sehr farbintensive Sorte 'Love Song' passt kaum zu den anderen Frühlingsblühern, 'Fashion' ist wesentlich besser geeignet. Letztere hat sich auch schon viele Jahre in unserem feuchten Garten gehalten.

Tulipa kaufmanniana 'Love Song'
'Fashion'
'Guiseppe Verdi'




Tulipa turkestanica
Tulipa turkestanica ist eine echte Wildtulpe. Sie sieht mit den schmalen Blättern und kleinen Blüten sehr "wild" aus. Ähnlich in der Blüte ist  Tulipa biflora, syn. polychroma die Kaspische Zwergtulpe oder auch Weiße Zwergtulpe nur sind ihre Blütenstängel wesentlich kürzer.
Sie blüht sehr früh im März und lockt die ersten Bienen an.

Tulipa biflora




Tulipa tarda



Ähnlich kleine Blüten hat Tulipa tarda. Sie sind mehr Gelb als Weiss. Sie ist bei mir sehr ausdauernd.

Tulipa pulchella 'Persian Pearl'
Tulipa pulchella 'Violacea Black Base'

Tulipa pulchella, syn. T. humilis, die Zwerg- oder Krokustulpe kommt aus der Türkei und aus dem Irak. Sie blüht Anfang April.  Es gibt natürliche Varietäten und verschiedene Zuchtsorten.
'Persian Pearl' hat einen gelben Basalfleck und blüht bei mir weit vor 'Violacea Black Base'. Diese Sorte hat einen schwarzen Mittelfleck und wird auch unter T. humilis gehandelt. Sehr schön zusammen mit Crocus sieberi ssp. sublimis 'Tricolor'.

Tulipa greigii

Sehr große Blüten, die weithin leuchten haben die Sorten 'Quebec' und 'Toronto' von Tulipa greigii.
Tulipa greigii, die Greig-Tulpe, auch als Königin der Tulpen bezeichnet, kommt von den Berghängen Zentralasiens. Es gibt zahlreiche Sorten. Sie blühen im April zusammen mit Forsythien, Schlehen, Pfirsich u. a. Bäumen und Sträuchern.


Tulipa clusiana var. clusiana



Tulipa clusiana blüht Schwefelgelb. Sie trägt ihre Blüten hoch hinaus, denn nun Ende April ist die Krautschicht schon recht hoch. Konkurrenz für alle gelb blühenden Tulpen ist nun der Löwenzahn mit seinen schönen Blüten.


Tulipa sylvestris

Das Gesagte trift auch auf Tulipa sylvestris (florentina odorata) zu. Die Wald- oder Weinbergtulpe, ist die einzige in Deutschland heimisch gewordene Wildtulpe. Sie blüht Ende April/Anfang Mai zusammen mit Doronicum orientale und auch dem Löwenzahn.

Tulipa hageri

Zusammen mit der Weinbergtulpe blüht Tulipa hageri, syn. Tulipa orphanidea. Die Mini-Wildtulpe stammt aus Griechenland und der Türkei. Eine reichblühende Tulpen- Art mit pro Stiel 3-5 kupferbronzefarbigen Blüten mit dunkler Mitte. Ich werde noch mehr pflanzen, denn ihre Blütenfarbe ist eine Konkurrenz zu Doronicum und Löwenzahn bzw. den zur gleichen Zeit gelb blühenden Wildtulpen.

Tulipa saxatilis

Tulipa saxatilis, syn. Tulipa bakeri, auch als subspecies bakeri betrachtet, die Kretische Tulpe oder Felsentulpe kommt aus Griechenland.
Die oft kultivierte, vielfach der nahe verwandten Tulipa bakeri zugeordnete Sorte 'Lilac Wonder' wurde aus der Felsen-Tulpe selektiert. Von der gleichen Firma werden beide angeboten. Sie gehört zu den größeren Wildtulpen, die sich zudem außerordentlich gut zum Verwildern eignet und schnell größere Flächen besiedelt. Sie blüht den ganzen April über bis in den Mai.
Sehr schön zusammen mit Tulipa batalinii 'Brigt Gem'. Beide sind recht kurzstielig und können nur zwischen spät austreibenden bzw. klein bleibenden Stauden gepflanzt werden

Tulipa batalinii
Mitte Mai ist die Saison der Wildtulpen zu Ende. Zahlreiche Stauden beginnen mit der Blüte und die Horste des Gartenreitgrases sind schon fast einen halben Meter hoch, während man die Miscanthus noch suchen muss. aber das ist ein anderes Thema.

Sonntag, 11. Mai 2014

Aconogonum paniculatum ssp. frondosum und der Frost


Schon vor einigen Jahren gab es eine Neueinführung beim Knöterich, den Kleinköpfigen oder Buntblatt-Knöterich (Polygonum microcephala). Er wird als Sorte 'Red Dragon' gehandelt. Die Blüte ist wahrlich sehr klein und spät im Jahr. Der Buntblatt-Knöterich ist wohl eher eine Blattschmuck-Pflanze. Er blüht im September. Nach dem ersten Winter (2010) war er tot.




 
Man sollte gegenüber den Neueinführungen der Staudenbetriebe doch immer sehr skeptisch sein.
Im letzten Jahr kaufte ich den im Titel genannten Aconogonum paniculatum ssp. frondosum und war ganz begeistert von seiner Erscheinung. Eine Kleinausgabe der Johanniswolke mit einer sehr langen Blütezeit.

Doch in diesem Frühjahr die Ernüchterung. Es rührte sich nichts bei dieser im letzten Jahr so kräftigen Pflanze. Nun stehen manche Knöteriche ja besonders spät auf, und tatsächlich kam noch ein kleiner Sproß aus einem niederliegenden Stängel. Ich habe die ganze Pflanze dann ausgegraben um zu schauen, ob da irgendwo noch ein treibendes Auge zu entdecken ist. Nothing, nada, nitschewo!
Der kleine Sproß bekam dann in der letzten Woche noch einen Spätfrostschock (ich berichtete im letzten Blog). Jetzt treibt er wieder. Ob es wohl in diesem Jahr wieder so eine imposante Staude wird?










Montag, 5. Mai 2014

Spätfrost bei Stauden

Es kommt selten vor aber diesmal hat es einige Stauden wieder erwischt. Wir hatten nachts so um die -2°C. Dazu kommt sicher, dass wir in diesem Jahr etwa 2 Wochen Vorlauf in der Vegetation haben.
Unser Garten etwa 25 km von der Ostsee entfernt, befindet sich in der Winterhärtezone 7a, wie der größte Teil Nordost-Deutschlands. Von der Wärme der Nord- und Ostsee profitieren wir leider nicht. Spätfrostschäden sind nicht ganz so rabiat, fast immer treiben die Stauden wieder neu aus. In den letzten 30 Jahren habe ich das bisher nur einmal erlebt. Die Eisheiligen hatten zugeschlagen, nur eine Nacht, am Freitag den 14. Mai 2004 waren es -1°C, die Nächte davor und danach +10°C. Frostschäden traten damals bei vielen "Asiaten" auf: Rodgersia, Astilboides, Polygonum, Kirengeshoma, aber auch bei den "Amerikanern": Darmera.
Diesmal genau das gleiche Bild! Ausgerechnet in diesem Jahr hatte ich zahlreiche Rodgersien vermehrt. Alles schwarz, einen Tag vor dem Pflanzenmarkt in Klockenhagen.