Montag, 17. November 2014

Gartenkalender

So, die Bilder des Jahres 2014 sind ausgesucht. Diesmal sollen es hauptsächlich Übersichtsbilder vom Garten sein unter besonderer Berücksichtigung von Licht oder Nebel. Eine Zuordnung zu den Monaten ist bis auf das erste (Januar) Bild bzw. das letzte Bild nicht gewollt.
Sollten Sie Interesse an einem Kalender im A3- oder A4-Format haben, senden Sie mir bitte eine e-mail (jochen@wildstaudenzauber.de). Die Kosten betragen etwa 15 € für A4 und 20 € für A3-Kalender einschl. Versandkosten.















Sonntag, 16. November 2014

Gartenbilder verwenden

Die Verlängerung des Sommers an den Gestaden des Mittelmeeres ist nun auch vorbei und die Aufarbeitung der Bilder des Gartenjahres beginnt. Zunächst werden 12 der schönsten Bilder für einen Kalender ausgesucht, der zu Weihnachten an die Familie und Gartenfreunde verschenkt wird.
Einige wenige Bilder werden auch auf Leinwand gedruckt.
Übersichtsbilder des Gartens werden in den Gartenrundgängen plaziert (http://www.wildstaudenzauber.de/Seiten/Gartenrundgang.html) und Pflanzenfotos werden im Stauden-ABC (http://www.wildstaudenzauber.de/Seiten/Stauden_ABC.html) einsortiert, sofern sie schöner oder aussagekräftiger sind als die vorhandenen. Natürlich werden auch die Stauden-Neuerwerbungen mit Text und Bild ins Stauden-ABC aufgenommen. Danach werden die anderen Rubriken bedient, wie z. B. Tiere im Garten, Gartenärger, Nette Nachbarn u. a..
Das Ganze wird sicher fast bis zur Aussaat Ende Februar dauern, zumal ich im letzten Jahr kaum zum Einsortieren der Bilder in die Homepage gekommen bin.
Wer meinem Blog oder der HP folgt, weis, dass ich im letzten Winter mein Wildstaudenbuch geschrieben habe und deshalb kaum zum Einsortieren der Bilder von 2013 gekommen bin. Das Buch können Sie bei der Gesellschaft der Staudenfreunde für 15 € inkl. Versand erwerben.


Mein Wildstaudenbuch

Dienstag, 4. November 2014

Novembersonne


Molinia 'Transparent'
Mal wieder Wetterrekorde, aber diesmal sehr angenehme. Drittwärmster Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1881. Anfang November bei 15°C und Sonnenschein im Garten arbeiten ist sehr angenehm. Da möchte man den gebuchten Urlaub im Süden gar nicht antreten.
Katzen sind Genießer. Bei dem Wetter liegt Kater Morle in den Stauden und sonnt sich. Er kann nicht verstehen, warum da Einer mit Schubkarre und Spaten durch den Garten läuft und hier was ausbuddelt und da wieder einbuddelt.
Es blüht auch immer noch: Geranium 'Rozanne', Gaura lindheimeri, Färberkamille, Glockenknöterich u. a.
Aber das Schönste sind die Samenstände und Gräser im Gegenlicht.



















































Färberkamille Anthemis tinctoria

Glockenknöterich

Ligularia sibirica

Freitag, 31. Oktober 2014

Ich seh Gespenster

Es ist Halloween und überall sehe ich Gespenster. Nebel wabbern durch den Garten...

Die weißen Blüten der Gaura lindheimeri wollen noch nicht schlafen gehen.

Darmera peltata hat die schönste Herbstfährbung von allen Stauden

Da klaut doch jemand die Sonne...

...und läßt dafür den Kürbis leuchten.
Gespenster sehe ich aber vorallem in meiner Blog-Statistik. Da gab es im letzten Monat fast 10.000 Besucher?  Mehr als 3.000 kamen aus den USA? Braucht die NSA Infos über meine Stauden?
Mehr als 400 aus Rußland und der Ukraine?
Was will die Weltpolitik in meinem Wildstaudengarten?
Hat jemand Ähnliches beobachtet?



Samstag, 25. Oktober 2014

Polygonum polymorphum


Polygonum polymorphum, der Himalaya-Bergknöterich oder auch Wolkenknöterich, kommt aus China. Bei der Umbenennung der Gattung Polygonum erhielt die Pflanze den Gattungsnamen Aconogonum. Persicaria ist auch noch im Angebot?! Einige Staudengärtner bezeichnen die Pflanze auch als unbekannte Hybride mit dem Namen 'Johanniswolke', 'Weißer Drache' oder 'Englischer Staudenflieder'. Sie wird bis 2 m hoch und sieht immer ordentlich aus. Die Blüte beginnt im Juni. Auch im Juli und August, sehen die Blütenstände noch gut aus, auch wenn sie langsam bräunlich werden.


Der Wolkenknöterich Ende August im Abendsonnenschein



Einmal wollte ich den Knöterich verpflanzen. Nachdem ich ihn teilweise frei gelegt hatte, und die fast armstarken Wurzeln sah, wurde mir klar, dass das wohl sehr aufwendig und kaum erfolgreich sein könnte. Eine junge, eintriebige Pflanze zeigte im Frühjahr des zweiten Jahres 8 Seitentriebe an der alten Wurzel, die auch schon zart bewurzelt waren. Sie ließen sich leicht abbrechen und wurden schöne neue Pflanzen.

Vermehrung des Wolkenknöterichs

Ich habe verschiedene Standorte für den Wolkenknöterich getestet. Halbschatten und Wurzeldruck, d. h. Trockenheit, Vollschatten hinterm Haus und volle Sonne und trocken. An allen drei Standorten machte sich der Knöterich sehr gut. Im Schatten wurde er doppelt so groß, wie in der Sonne und blühte länger.
Weshalb ich hier über den Knöterich schreibe, hat aber einen speziellen Grund. Das Exemplar in der Sonne steht neben einer Bank. Einer meiner Gartenbesucher nahm mich beiseite und empfahl mir, den Knöterich vom Sitzplatz zu entfernen. Er riecht nach Mäusepisse!
Leider habe ich keinen so guten Geruchssinn und konnte das nicht bestätigen. Aber es kamen in diesem Jahr noch viele Besucher, und ich befragte sie dahigehend. Etwa zwei Drittel der Leute fanden den Geruch unangenehm, z. B. nach nassem Hund u. a.. Ein Drittel der befragten Besucher fanden den Geruch jedoch angenehm, nach Vanille, nach einem Dessert, nach Weihnachten.
Hat jemand ähnliche Beobachtungen gemacht?

Polygonum polymorphum links hinten im Vollschatten und rechts in voller Sonne

Freitag, 24. Oktober 2014

Echinacea purpurea

Roter Sonnenhut in meinem Garten
Oft werde ich gefragt, warum der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea) nur sehr kurzlebig ist. Dazu kann ich nur sagen, dass die Art, d. h. die Wildstaude bei mir schon 5 Jahre am gleichen Platz steht und kerngesund ist. Von den zahlreichen Züchtungsformen habe ich alle Pflanzen nach ein bis zwei Jahren wieder verloren.

Trotzdem sich die Art bei mir so gut hält, wollte ich vorsorgen und habe mir Samen bei der GdS bestellt. Das Ergebnis war nicht die reine Art, sondern ein Mischmasch aus verschiedensten Formen des Roten Sonnenhutes. Hier hatte sich wohl die Art mit den Züchtungen gekreuzt.
Schon im zweiten Jahr nach der Aussaat und nicht erst im Winter starben die Mischmasch-Pflanzen ab. Wie im Bild zu sehen, konnte es nicht am Boden liegen. Rechts eine vollkommen gesunde Pflanze und die Pflanze links war bereits Anfang September mausetot. Nach dem Ausgraben habe ich am Wurzelhals nach Lebenszeichen geforscht. Mausetot, und schon schimmlige Wurzeln.

Echinacea-Sämlinge in meinem Garten























Sichtungsbeet für Echinacea-Züchtformen in Weihenstephan
Bei einem Besuch im Sichtungsgarten Weihenstephan wurden meine Beobachtungen bestätigt. Teilweise standen auf den Sichtungsbeeten nur noch die Namensschilder. 63 Sorten werden hier seit 2009 (Vorsichtung) gesichtet. In diesem Jahr (2014) soll das Ergebnis bekannt gegeben werden. Leider habe ich noch nichts finden können.
Trotzdem kann man im Internet bei Staudengärtnern lesen: "Hervorragende Züchterarbeit wurde in den letzten 10 Jahren geleistet. Es wird ständig weitergezüchtet.  Lassen wir uns überraschen was da noch alles kommen wird!"
Mein Rat: Hände weg! Die Wildstaude Echinacea purpurea ist so wunderschön.

Echinacea purpurea am Naturstandort in Virginia, USA, zusammen mit der Seidenpflanze (Asclepias syriaca)


Mittwoch, 22. Oktober 2014

Sonnenaufgang im Nebel




Lange haben wir auf einen Sonnenaufgang im Nebel gewartet. Ein Fotograf wollte ein Bild für den Kalendermonat Oktober oder November haben, und ich wollte ihm über die Schulter schauen bzw. fotografieren. Entweder war es neblig und trüb oder klarer Himmel und ein gleißender Sonnenaufgang. Nun war es endlich soweit.
 






Montag, 20. Oktober 2014

...gelb die Stoppelfelder

"Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder..." heißt es im Kinderlied.
"Gift im Grundwasser" titelt die Ostseezeitung vom 17.10.2014. "Der wachsende Einsatz von Pflanzenschutzmitteln belastet das Grund- und Oberflächenwasser. Grenzwerte würden überschritten,..."
Interessiert uns nur das Grundwasser aus dem unser Trinkwasser aufbereitet wird? Was ist mit der Natur, den Pflanzen und Tieren? Brauchen wir die nicht auch für unser Leben?
Was die Umweltschützer für einen Chemiewaffeneinsatz gegen die Natur halten, ist für den Landwirt zeitgemäße Agrarwirtschaft.

Herbizideinsatz
Das Gestrüpp in der Mitte des Bildes bedeckt einen Soll. Als Söll oder Soll wird in Norddeutschland ein meist kreisrundes Kleingewässer mitten im Feld bezeichnet, dass in der Eiszeit durch einen später schmelzenden Eisblock entstanden ist.
In einer Broschüre über das "Mecklenburger ParkLand" kann man lesen:"Ein Soll dient zahlreichen Amphibien und Reptilien als Nahrungs- und Lebensraum wie z. B. Rotbauchunke, Ringelnatter, Lurch (was immer das sein soll), Gras- und Moorfrosch,...
Schauen Sie mal rein, in einen Soll!
Als wir vor fast 40 Jahren nach Mecklenburg kamen, erzählten uns die Einheimischen von Söllen, in denen sie als Kinder Karauschen mit dem Kartoffelkorb gefangen haben. In unseren ersten Jahren hier waren die gewitterschwülen Nächte im Frühjahr von einem fast tropischen Froschkonzert der Laubfrösche in den umliegenden Söllen erfüllt.
Als ich in dieser Zeit Rachel Carsons Buch "Der stumme Frühling" Beck-Verlag München,1962, las, glaubte ich ihr nicht.
In unserem Teich waren in diesem Jahr etwa 10 Wasserfrösche, 10 Molche, eine Ringelnatter und wenige Rotbauchunken. In der Umgebung des Teiches sah ich einige Gras- und Moorfrösche, Erdkröten und in den Stauden saßen viele Laubfrösche.

Unser Gartenteich





Mittwoch, 15. Oktober 2014

Keine Herbstfreude

Seit Jahrzehnten habe ich Sedum telephium 'Herbstfreude' in meinem Garten, und es war jedes Jahr eine Freude zu sehen, wie die Schmetterlinge und auch ein Laubfrosch die Blüten mögen. Auch im Winter waren sie der Hingucker im Garten.
Vor 5 Jahren kaufte ich bei einem bekannten Staudengärtner 10 Stück der in Zeitschriften und Büchern hochgelobten 'Matrona', 5 Sedum spectabile 'Septemberglut und 5 'Stardust'. Sie waren von Anfang an mehr oder weniger traurige Gestalten und entwickelten sich in den 5 Jahren kaum weiter. Sie sahen irgendwie krank aus. Die Blätter waren abgefallen und die Stängel faulten regelrecht. Das betraf alle 20 neugekauften Pflanzen mehr oder weniger. Im Frühjahr diesen Jahres habe ich sie auf den Kompost gebracht.
Doch, oh Schreck, wie sehen denn meine Jahrzehnte alten Sedum in diesem Herbst aus??
Wer hat ähnliches beobachtet? Ist es eine Krankheit? Muß wohl ansteckend sein!?

'Herbstfreude' 2007, gesund und wüchsig seit Jahrzehnten.

Wunderschön auch im Spätherbst und Winter 2008
Der Laubfrosch wartet auf Beute
 
Sedum spectabile 'Septemberglut', Neuzukauf 2009, die Blätter sind abgefallen und die Stängel faulen Bild von 2012
meine Jahrzehnte alten 'Herbstfreude' sind 2014 offensichtlich auch infiziert.



Sonntag, 7. September 2014

Strandlektüre



Während in großen Teilen Deutschlands Dauer- und Starkregen niederging, waren es in  MeckPom und vor allem in meinem Garten in den letzten Wochen gerade mal 10 L/m². Soviel Sonnenschein freut natürlich die Touristikbranche, und auch wir waren öfter am Strand als im Garten. Also habe ich das im August erschienene Buch von Katrin Lugerbauer „Immerblühende Beete ganz einfach“ am Strand gelesen. Dabei sind natürlich Sandkörner zwischen die Seiten geraten, die man schwer wieder rausbekommt. Aber das ist nicht schlimm, erinnert es mich doch an einen schönen Sommer.



Doch nun zum Buch. Der erste Blick auf den Buchdeckel hat mir persönlich nicht gefallen, ein warmes Orange der Helenium-Blüte auf kühlem Rosa und dazu ein türkisgrüner Titel? Auch „Immerblühende Beete ganz einfach“ gibt es wohl nicht. Wie man später im Buch liest, ist da eine umfangreiche Kenntnis erforderlich. Aber das Titelblatt konnte Katrin wohl kaum beeinflussen und auffällig ist es allemal im Buchladen.

Ich kenne Katrin, Ihre Webseite und Ihren Blog seit vielen Jahren. Ich habe gerade noch mal in der e-mail-Ablage nachgeschaut: im Januar 2004, also vor zehn Jahren, tauschten wir  erste Komplimente  aber auch Kritiken über unsere Homepages aus. Damals war Katrin noch Gymnasiastin und ihre Webpräsentation lag bereits weit über dem Durchschnitt, war sehr bemerkenswert. Da war eine sehr schöne Sprache, interessantes Faktenwissen gekoppelt mit wunderbaren Garten- und Pflanzenbildern. Daran hat sich nichts geändert.
Das Buch unterscheidet sich von zahlreichen ähnlichen Büchern besonders durch seine hervorragenden Bilder. Die Nahaufnahmen von Blüten oder gerade austreibenden Stauden sind unübertroffen.  Die Farben leuchten wunderbar hell und klar und sehr farbtreu.
Das in mehr als zehn Jahren erworbene Wissen und die Erfahrungen aus dem eigenen Garten hat Katrin im Buch zusammengestellt, wobei sie sich besonders auf die Beetgestaltung mit Stauden konzentriert.  Manchmal ist da für mich zuviel Planung im Spiel und es fehlt die Spontanität. Besonders hervorgehoben ist die standortgerechte Staudenwahl. Katrins Schreibweise ist oft sehr amüsant, wie die ersten Sätze des Buches zeigen: "Pflanzen sind keine geheimnisvollen Wesen. Sie haben schlicht das Pech, nicht mobil zu sein, und haben sich daher an ihre natürlichen Standorte perfekt angepasst."

Das Buch ist sehr lehrreich für Anfänger und verrät auch zahlreiche Tricks für den fortgeschrittenen Staudenliebhaber.

Weitere Buchempfehlungen finden Sie auf meiner Homepage: http://www.wildstaudenzauber.de/Seiten/Buchempfehlungen.htm

Hier noch ein paar Bilder vom Sommer:

Baden am Strand Graal-Müritz-Ost
Schiffe gucken in Warnemünde

Wandern am Weststrand des Darss