Da hier bei uns im Nordosten bei Schneeregen und Wind noch nicht viel im Garten zu sehen ist, möchte ich jetzt nochmal seltene Stauden meines Gartens vorstellen und zwar die der zweiten Jahreshälfte.
Astilboides tabularis, das tischhohe Tafelblatt ist eine sehr exotisch wirkende Blattpflanze für den Schatten. Der weiße Blütenstand steht hoch über dem Laub und ist den Astilben ähnlich, wie der Name schon sagt. Ich musste sie mehrmals umsetzen, bevor sie mit ihrem Platz zufrieden war. Bei Trockenheit werden die
großen Blätter nach der Blüte frühzeitig unansehnlich. Sie blüht Anfang
Juli.
Filipendula kamtschatica, das Kamtschatka-Mädesüß wegen
seiner Höhe bis zu 3 m wird es auch Riesen-Mädesüß genannt, wächst in
Ostasien in sumpfigem Gelände. Links daneben die auch recht hohe
Rote oder Amerikanische Scheinspiere. Sie wird auch als "Queen of the
Prairie" bezeichnet. Sie blühen im Juli.
Obwohl das Kamtschatka-Mädesüß sehr groß ist, hat es einen
vergleichsweise kleinen und flachen Wurzelballen, und lässt sich daher
gut verpflanzen.
Galega x hartlandii, die brusthohe Geißraute kommt aus Südost-Europa und ist
gelegentlich auch in Deutschland verwildert anzutreffen, da sie früher als Heil-
und Futterpflanze genutzt wurde. Sie blüht im Juni/Juli. Sie wächst auf sonnigen Standorten mit
lehmigem, nährstoffreichem Boden bei immer ausreichender Feuchtigkeit am besten.
Auf trockenem und halbschattigem Standort wird sie nur halb so hoch.
Die Sorte 'Alba' hat weiße Schmetterlingsblüten mit wunderbarem Duft. Sie rankt
mit ihren bis 1,50 m langen Trieben in andere Pflanzen hinein und breitet
sich auf mehr als einem Quadratmeter aus. Im Frühjahr können unter ihr Tulpen
oder andere Blumenzwiebeln gut wachsen. Sie blüht den ganzen Sommer. Ich habe
sie wegen ihres Duftes neben eine Bank gepflanzt.
Offensichtlich habe ich die Wildart, denn sie samt sich stark aus, wächst sehr
üppig und kann sich nicht selbst halten und sieht in der zweiten Jahreshälfte
sehr unordentlich aus. Deshalb habe ich sie kompostiert. Es gibt auch sterile,
weniger wuchernde Sorten, z. B. 'His Majesty'.
Gypsophila pacifica, das brusthohe
Mandschurische Schleierkraut kommt aus Nordost-China und ist
unentbehrlich für Blumensträuße. Es kann nicht geteilt werden, da es
eine Pfahlwurzel hat, die bei Mäusen sehr beliebt ist. Es ist
sehr langlebig. Seine Blüten sind größer als die von
Gypsophila
paniculata. Es blüht vom Juli bis September. Das Mandschurische Schleierkraut ist ein ausgezeichneter
"Weichzeichner" für die naturalistischen Pflanzungen in unserem Garten.
Lysimachia ephemerum, der Spanische Felberich, kommt, wie
der Name sagt, aus Spanien. Er wird auch als Weißfelberich bezeichnet.
Da er aus dem Süden kommt, soll er auch recht frostempfindlich sein.
Sicherheitshalber habe ich einige Pflanzen im Gewächshaus über den
Winter gebracht. Nach dem zweiten Winter 2009/10 war er weg. Ich denke, es ist
kein Verlust, denn die verschiedenen Sorten von
Veronica und
Veronicastrum bringen schönere Blütenkerzen in den Sommergarten.
Er blüht im Juli.
Melica transsilvanica, das hüfthohe Siebenbürger-Perlgras
kommt, wie der Name sagt, aus Siebenbürgen, Rumänien. Es bildet schon
zeitig im Jahr grüne Gräserhorste, ähnlich dem Garten-Sandrohr (
Calamagrostis
x acutiflora). Es möchte trocken und sonnig stehen. Im Juni sind die Blütenstände graubraun und im Juli
silbergrau bis fast weiß.
Sanguisorba canadensis, der brusthohe Kanada-Wiesenknopf
kommt aus Nordamerika. Einen weißen Wiesenknopf
fand ich
im Juli im Yukon, Kanada
.
In "Wildflowers of the Alaska Highway" wird er als
Sanguisorba stipulata bezeichnet. Laut Wikipedia kommt
Sanguisorba stipulata in Rußland, Japan, Korea und China vor
!?
Phillips und Rix (1992) erwähnen, dass beide sich sehr ähnlich sind,
wobei
S. stipulata, synonym auch als
S. sitchensis
bezeichnet, etwas kleiner ist und aus Japan kommt.
S. canadensis
ist nach den beiden Autoren im nordöstlichen Nordamerika beheimatet. Der
Yukon liegt aber im Nordwesten!?
Im Internet kann man auch
Sanguisorba canadensis var.
sitchensis mit Heimat in China
finden.
Mein Wiesenknopf ist sehr kräftig und blüht noch spät im Herbst.
Sanguisorba menziesii, der brusthohe Alaska-Wiesenknopf auch als
Roter Wiesenknopf bezeichnet, syn.
S. microcephala, stammt
aus Samen von "Alaskan Wildflowers", die wir in Alaska gekauft
haben. Er kommt nur in Alaska vor. Kress gibt als Heimat in
Gartenpraxis 09/2009 das östliche Sibirien und China an. Vielleicht
haben ja die frühen Einwanderer Amerikas die Pflanzen von China und
Ost-Sibirien via Bering-Straße vor mehr als 11.000 Jahren nach Alaska
gebracht?
Bei
http://www.gardensnorth.com/site/ können wir lesen:
This species was a Gardens North introduction to the trade; originally
brought back from a seed collecting trip to Alaska and the Yukon.
Sometimes confused with S. officinalis, which blooms much earlier and
has smaller, chubbier, tighter spikes of maroon. S. menziesii also has
quite distinct grey-green foliage in contrast to the dark green of
officinalis.
Sanguisorba menziesii unterscheidet sich von anderen Wiesenknöpfen durch seine frühe
Blüte schon ab Ende Mai und seine aufrechten, fingerlangen
Blütenstände. Die Blätter sind grau-grün. Noch etwas widersprüchlich.
Verbascum chaixii, die fast mannshohe Österreichische Königskerze ist
eine relativ kleine aber immer noch brusthohe Königskerze aus Mittel-Europa.
Sie blüht Anfang Juli. Es gibt
auch eine weiße Form 'Album'. Im Unterschied zu
V. nigrum, die ähnlich aussieht und nur kurzlebig ist,
ist die Österreichische Königskerze sehr langlebig. Bei mir steht die weiße
Form schon seit über 10 Jahren am gleichen Platz. Zum Ende der Blüte
macht oft Raupenfraß die Pflanzen unansehnlich.
Verbesina helianthoides, der hüfthohe
Sonnenblumenartige Kronbart oder auch Goldstrahl genannt, kommt aus den Prärien Nordamerikas.
Er blüht Ende Juni bis Ende Juli. Die Blüten sehen aus wie missgebildet. Ich habe die Pflanze rausgeschmissen. Es gibt genug
Gelb im Juli. Der
Missouri
Botanical Garden schreibt, dass die Pflanze nicht schön genug für
Blumenbeete ist (Not sufficiently ornamental for borders).
Wesentlich ansehnlicher ist
Verbesina alternifolia, der mannshohe Gelbe Kronbart. Er kommt aus der Hochgrasprärie Nordamerikas. Wir fanden ihn auf dem Blue Ridge Parkway,
Virginia. Er blüht im August/September.
Mehrere Quellen schreiben, das er recht genügsam ist. Bei uns in der Sonne und
trocken wurde er immer weniger und bekam gelbes Laub mit braunen Spitzen. Ich habe ihn näher zum Teich gepflanzt und etwas beschattet
durch die mächtige Aster aglehni. Durch seinen straffen Wuchs kann er dort auch
gleich als Stütze für die Wiesenrauten dienen.
Eupatorium aromaticum, der kniehohe Ageratum-Dost, Aromatischer
Wasserhanf, Aromatischer Natternwurz oder auch Weiße Schlangenwurzel ist eine schöne Wildstaude aus der
nordamerikanischen Prärie. Die
zahlreichen Namen deuten daraufhin, dass die Pflanze für medizinische
Zwecke verwendet wird. Die duftigen weißen
Blütenrispen füllen farbkräftige Herbststräuße und locken Schmetterlinge
an. Die Staude blüht von Juli bis Oktober. Ihre Blüten
und Blätter sind nahezu identisch mit denen von
E. rugosum. Letzterer ist aber mannshoch.
Helianthus occidentalis, die brusthohe Westliche
Sonnenblume
oder auch Wenigblättrige Sonnenblume
kommt, wie der Name sagt aus der westlichen USA. Dort wächst sie auf
trockenen und sandigen Wiesen.
Sie ist wegen ihrer kleinen
Blüte und den wenigblättrigen Stängeln nicht mit anderen Sonnenblumen zu
verwechseln
. Sie blüht spät von August bis Oktober.
Ligularia sibirica der hüfthohe Sibirische Goldkolben ist von
Osteuropa bis Sibirien verbreitet. Er ist wohl der Kleinste unter den
ansonsten recht wuchtigen Goldkolben, und er blüht recht spät im Jahr.
Nun habe ich von einem anderen Staudenbetrieb noch einen Sibirischen
Goldkolben bekommen. Nebeneinander gepflanzt, sieht man doch deutliche
Unterschiede. Der zweite Sibirier setzt schon Anfang Juni Blüten an.
Bei Wikipedia steht: "In China wird die Unterart
Ligularia sibirica
subsp. speciosa (Schrad.) DC. als Nahrungsmittel genutzt. Hierzu
werden die Blätter der Pflanze gekocht. ..." Bei: "
http://www.theplantlist.org/tpl/record/gcc-70285"
findet man eine
var. sibirica. Mal sehen, wie ich die beiden auseinander kriege.
Die Blütezeiten sind deutlich unterschiedlich, auch scheint der frühe
Goldkolben in der Blüte höher zu sein.
Von den 10 Goldkolben-Arten in meinem Garten sollen nur zwei genannt werden.
Ligularia tangutica, der brusthohe Sibirische Säulen-Goldkolben,
China-Greiskraut oder
auch Tungusisches Greiskraut genannt, stammt aus
Asien. Die Pflanze sieht nicht wie eine typische Ligularie aus. Vielleicht hat sie
deshalb auch zwei Synonyme,
Sinacalia und
Senecio. Sie wächst nicht so schön buschig, wie die anderen
Ligularia-Arten.
Statt eines Wurzelballens findet man Knollenrhizome,
ähnlich Tombinambur mit denen sie durch die Pflanzungen wandert, was
nicht immer erwünscht ist. Sie soll auch im seichten Wasser wachsen. Ihre
Samenstände sind sehr schön. Sie blüht im August zusammen mit
Ligularia veitchii und
Solidago. Bei soviel gelben Blüten
kann man eigentlich auf sie verzichten.
Senecio doria, das hüfthohe Großblättrige oder Hohe
Greiskraut ist ein Verwandter der Ligularien. Es kommt in Süd- und Westeuropa bis Westsibirien auf
sonnigen, frischen Standorten vor.
Vernonia fasciculata die Büschelige Scheinaster kommt aus
den feuchten Prärien der mittleren USA. Ihre englische Bezeichnung
Ironweed, Eisenkraut, soll von der enormen Standfestigkeit der über 2 m hohen
Staude stammen. Wikipedia schreibt, dass die Pflanze Wuchshöhen von 30
bis 120 Zentimeter erreicht. Nun könnte ich ja zweifeln, ob es die
richtige Pflanze ist, aber ich habe die Samen auf der BUGA in Schwerin
gesammelt und hoffe doch, dass das Namensschild stimmte. Sie blüht im
August.
Vernonia baldwinii, die brusthohe Baldwins Scheinaster kommt ebenfalls aus
der mittleren USA. Sie wächst in durchschnittlichen, durchlässigem Boden
in voller Sonne. Sie toleriert feuchte und trockene Standorte. An
feuchten Standorten wächst sie höher, was meist nicht erwünscht ist. Sie
hat sehr lange Wurzeln, was ein Verpflanzen schwierig macht.
Aster ageratoides, die hüfthohe Ageratum-Aster kommt aus Japan. Sie ist zusammen mit
A.
divaricatus und
A. cordifolius eine "Gehölzrand"-Aster, d.
h. eine echte Wild-Aster, die Schatten, Trockenheit und Wurzeldruck
verträgt. Ich habe die Varietät und Sorte
Aster ageratoides var.
ovatus 'Asran' und die Form
A. ageratoides var. ovatus f. yezoensis.
Letztere
wird auch als
A. ageratoides var. yezoensis oder Aster microcephalus var.
yezoensis bezeichnet. Yezo oder Ezo ist die alte Bezeichnung für
Hokkaido, der nördlichsten Insel Japans. Im Buch Staudenmischpflanzungen
wird eine
Aster trinervius subsp. ageratoides
'Asran' genannt. Welcher Name richtig ist oder ob es die selbe
ist muss sich noch zeigen.
A. ageratoides var. ovatus f. yezoensis hat queckenartige
Ausläufer. Bin gespannt, wie sie sich an verschiedenen Standorten
benimmt.
In der Staudensichtung (Gärtner-Fachzeitschrift 3/2010 Seite 44) wird
Aster ageratoides ’Asran’ folgendermaßen charakterisiert: "Diese
ostasiatische Asternart ist noch relativ neu. Am stärksten durchgesetzt
hat sich die als sehr gut bewertete Sorte ’Asran’. Sie besticht zunächst
durch ihre
Frohwüchsigkeit, Gesundheit und hellviolette Blütenfarbe. Dabei
erreicht sie mittlere Höhen von 80 cm, ist äußerst standfest und
Schnecken stabil. Da sie stark Ausläufer bildet, kann sie ab dem
dritten Standjahr schwächere und auch spät austreibende Partner
verdrängen. Ideal ist sie als Partnerin zu Bambus, eingewachsenen
Gehölzen, auf trockenen Baumscheiben, als Unterpflanzung unter
Kiefern. Sie blüht von August bis Oktober und wird von Bienen oft
besucht."
Aster ptarmicoides, syn. Oligoneuron album, syn.
Solidago ptarmicoides, die kaum kniehohe Weiße Hochland-Aster
oder Schleier-Aster
wird auch noch als Prärie-Aster bezeichnet
und kommt aus Nordamerika. Sie blüht von Juli bis Oktober.
Eine weitere seltene Aster ist die
Aster puniceus, die brusthohe Rotgestielte oder Sumpf-Aster aus Nordamerika, wächst
dort in Sümpfen. Sie ist der
Aster laevis sehr ähnlich und
steht bei uns am Teich. Sie blüht von Ende September bis in den Oktober
hinein.
Polygonum paniculatum ssp. frondosum hat noch
keinen deutschen Namen aber viele botanische Synonyme z. B.
P. molle.
Der brusthohe Busch
ähnelt einer kleineren Ausgabe des Wolken-Knöterichs (
Polygonum
polymorphum) und ist wie dieser sehr gut zu gebrauchen. Er blüht sehr lange, von Juli bis zum Frost.
Seine Winterhärte ist leider fraglich.
Polygonum weyrichii, Weyrichs Knöterich
kommt aus Ost-Asien
und ist ein großer Busch von etwa 1,50 m
Höhe.
P. weyrichii soll
nach den meisten deutschen Quellen von
August bis September blühen. Unser Knöterich beginnt aber schon Ende
Juni zu blühen. In der folgenden Homepage
(http://www.pfaf.org/database/plants.php?Polygonum+weyrichii) wird Juli
bis August als Blütezeit angegeben.
In den Bergen Japans gibt es oberhalb der Baumgrenze eine Varietät von
P. weyrichii, genannt
P. weyrichii var. alpinum. Vielleicht ist das mein Knöterich. Er steht bei mir mehr als 15 Jahre am gleichen Platz.
Aster simplex, die Rispen-Aster, kommt aus Nordamerika. Sie ist mannshoch
und wurde mir als "Riesenaster" angeboten. Riesig ist nicht nur ihre
Höhe, sondern vor allem der jährliche Zuwachs. Es war nicht einfach sie
zu bestimmen. Ein Synonym ist
A. lanceolatus,
doch
A. lanceolatus ist parallel in der
Literatur zu finden, und ich habe damit eine sehr ähnliche aber viel
später blühende Aster bezeichnet. Hier einige Daten: Höhe im trockenen
Boden 1,80 m, untere Blätter bis 21 cm lang und 1,8 cm breit, lineal-lanzettlich,
spitz, am Rande fein gesägt bzw. rau, Blüten weiß, bis 30 Zungen, 2 cm
breit, innen gelb, später braun. Den Ausschlag gab der Satz: "Identify it by the curly dead
leaves" auf der Homepage:
http://ontariowildflowers.com/main/species.php?id=14. Die
Höhenangabe von bis zu 1,20 m in dieser Homepage werden in meinem Garten
weit
übertroffen, obwohl sie sehr trocken im Wurzeldruck einer Linde steht.
Sehr schön zusammen mit der blauen
Aster novae-angliae
und
Helianthus microcephalus 'Lemmon Queen'. Sie blüht
von September bis Oktober.
Sie hält sich 14 Tage im warmen Zimmer in der Bodenvase.
Aster tataricus, die
Tataren-Aster, kommt aus Ost-Asien. Sie ist über mannshoch und standfest. Sie
blüht sehr spät im Jahr ab Mitte Oktober bis Mitte November. Sie ist die
allerletzte Blüte in meinem Garten. Ein paar Frosttage schaden ihr nicht
und das Schönste ist, sie hält sich auch noch sehr lange in der Vase. Im
Jahr 2012 ist sie nicht mehr zur Blüte gekommen!? Im Frühjahr 2013 hat
die vor 3 Jahren gepflanzte Staude etwa 100!! Triebspitzen (Ausläufer).
Ich werde ihr mehr Platz einräumen und die Bodenbedingungen abmagern.
Auf der Website des Missouri Botanical Garden fand ich den Hinweis, dass
sie aller 2 Jahre geteilt bzw. verpflanzt werden sollte, um ihre
Wuchskraft zu erhalten. Auch kann man sie Mitte des Jahres um die Hälfte
zurückschneiden um sie buschiger zu gestalten. Ob sie dann bei uns im
Nordosten aber noch zur Blüte kommt ist fraglich.
Die Sorte 'Jin Dai' wird auch als Zwerg-Tataren-Aster bezeichnet, und
ist eine kompakte, etwa brusthohe Selektion der riesigen Tataren-Aster.
Sie wurde in einem botanischen Garten in der Nähe von Tokio gefunden.
Boltonia asteroides, die mannshohe Scheinaster aus dem Osten Nordamerikas
hat Gänseblümchen-Blüten in Augenhöhe zu bieten. Ansonsten ist sie den weißen
Herbstastern ähnlich.
Die
Scheinaster wird fast 2 m hoch und kommt in 3 Variationen vor
var. asteroides,
var. latisquama und
var. recognita. Von Staudengärtnereien wird die
Boltonia
asteroides 'Snowbank' unter dem Namen
Sternwolkenaster angeboten, die nur
brusthoch wird. Sie ist wohl die
var. latisquama. Sicher die bessere Wahl wegen der Standfestigkeit.
Sie blüht im Oktober.
In ihrer Heimat
wächst sie auf feuchten Böden, kommt aber bei mir auch mit normalem Boden
zurecht. Als Schnittblume hält sie sich mindestens 1 Woche in der Bodenvase.
Die Amerikanische Gartenbaugesellschaft zählt diese Pflanze zu den 75 besten
Gartenstauden. Das kann ich nicht behaupten. Die zur gleichen Zeit
blühenden, und sehr ähnlichen
, Aster simplex und
Aster
lanceolatus sind auch bei trockneren Boden wesentlich wüchsiger.
So, das wäre geschafft! Nochmal zur Erinnerung: Das Kriterium seltene Stauden meines Gartens bedeutet, die Staude wächst in meinem Garten und meine Seite in der Homepage ist bei der Google-Suche auf der ersten Seite. In der zweiten Jahreshälfte (dieser Post) sind das 25 Staudenarten (Sorten wurden nicht berücksichtigt). Im vorherigen Post (erste Jahreshälfte) waren es 12 Arten. Aus Zeitgründen kann ich keine Pflanzen versenden. Wer meinen Garten nach Voranmeldung besucht, kann gern einen Ableger bekommen.