Donnerstag, 18. Oktober 2018

Staudenwiesen im Oktober

Ja, es ist immer noch kein Regen in Sicht und die Erde staubt und der natürliche Teich ist zum ersten Mal seit 40 Jahren ausgetrocknet. Gelegenheit ca. 50 cm Schlamm rauszuholen und Treppen zur Pflege des Teiches einzubauen. Unzählige Schubkarren wurden zum Kompostplatz gefahren.




Bei Umpflanz-Aktionen konnte ich immer wieder gut entwickeltes Wurzelwerk und zahlreiche Überwinterungsknospen sehen, die doch Hoffnung für das nächste Jahr bedeuten. Rechts Kallimeris incisa, Mitte Aster laevis und Links Heliopsis helianthoides.




Die Herbstastern sind in diesem Goldenen Oktober besonders schön. Hier ein paar Bilder von den Herbstwiesen:












Montag, 24. September 2018

Beth Chatto Symposium

Vom 30. bis 31. August 2018 fand in England das Beth Chatto Symposium
 "Ökologische Pflanzung im 21. Jahrhundert" 
statt (https://www.bethchattosymposium.com/) und bei youtube kann man sich den Wortlaut der Vorträge anhören (https://www.youtube.com/results?search_query=Beth+Chatto+Symposium).

Etwa 500 Teilnehmer aus der ganzen Welt hörten die Vorträge von 12 Spezialisten, darunter Cassian Schmidt und Peter Janke aus Deutschland. Die vorgetragenen Themen zur "ökologischen Pflanzung" haben sehr viele Parallelen zu dem von mir angestrebten naturalistischen Gartenstil. Im Folgenden möchte ich einige Exzerpte hier wiedergeben.
Gleich der erste Redner, James Hitchmough mit seinem Vortrag zum Thema "Putting Ecological Planting in Context: Why, Where and How?" lies mich an meinen Englisch Kenntnissen zweifeln, so dass ich hier doch lieber nichts öffentlich kommentieren möchte.
Ist aber sehr interessant und empfehlenswert.

Hier noch ein paar Bilder aus meinem Wildstaudengarten.


Die lieben Gelben: Helianthus microcephalus (hinten, Mitte), Helenium autumnale (rechts), Heliopsis helianthoides (unten, rechts),  Rudbeckia fulgida var. deamii und var. sulivantii (unten, ganz links) und Rudbeckia subtomentosa (Bildmitte).



Donnerstag, 23. August 2018

Iris abzugeben

Da die Sumpfwolfsmilch hier im Blog annonciert, gute Abnehmer gefunden hat, möchte ich das hier noch Mal mit Iris pseudacorus 'Rocapina' versuchen. Ich hätte 10 kräftige Pflanzen abzugeben, da ich Platz am Teich brauche. Rocapina ist fast 2 Meter hoch. Ihre Blüten überragen die 'Sulphur Queen' wie im 2. Bild zu sehen.
Terminvereinbarung: jochen@wildstaudenzauber.de




Samstag, 11. August 2018

Mein Naturgarten

Endlich Regen, nach monatelanger Trockenheit, Gelegenheit ein Buch zu lesen:
Natalie Faßmann
Mein Naturgarten. Wie er mir gefällt.  2018. 160 S., 184 Farbfotos, 22 farbige Zeichnungen, geb. ISBN 978-3-8186-0272-7. € 24,90
Mehr als 10 Bücher über den Naturgarten stehen in meinen Regalen. Doch solange die Verluste an Insekten in unserer Landschaft nicht gestoppt werden, ist kein Naturgartenbuch zuviel auf dem Markt. Außerdem geht es in diesem Buch um den ganz speziellen Naturgarten der Autorin, wie es im Untertitel angekündigt wird. 
Die ersten Seiten des Buches sind für mich etwas verwirrend und Seite 10/11 macht mich ärgerlich: Auf Seite 10 nur das Wort "Mein" und auf Seite 11 unten rechts wichtige Hinweise, die man nur mit der Lupe lesen kann. Was soll das?! Geht hier künstlerisches Grafik-Layout vor Inhalt?
Apropos Inhalt. Im Buch wird ein sehr umfassender Überblick über alle Belange des Naturgartens gegeben. Von Blumenwiesen, Staudenrabatten, Trockensteinmauern und Hecken, Teichen und Wegen bis hin zum Nutzgarten. Dabei liest es sich zum Teil wie ein ganz normales Gartenbuch für Anfänger. So hat mich das Kapitel "Rasen im Naturgarten" irritiert. Wird doch hier eine Rasenpflege beschrieben, wie sie in jedem Gartenbuch steht: zweimal pro Woche mähen, ein- bis zweimal pro Woche bei Trockenheit wässern, dreimal im Jahr Düngen, Vertikutieren im Frühjahr, Nichts von dem tue ich dem Rasen in meinem Naturgarten an. Nur gemäht wird aller zwei bis drei Wochen. 
"Entspannt Gärtnern" könnte das Motto des Naturgärtners lauten, steht über dem Praxis-Kapitel am Ende des Buches, wo noch einmal wichtige Hinweise gegeben werden. An erster Stelle steht das Mulchen, Gießen, Kompostieren gefolgt vom Düngen, Schädlingsbekämpfung u. a.. Unter der Überschrift Sauzahn, Sense & Co werden Geräte für den Naturgarten vorgestellt, doch es fehlt der Spaten. Für mich das meist benutzte Werkzeug zum Graben von Löchern für Gehölze und Stauden.
Ein ausführlich bebildertes Buch mit zahlreichen Hinweisen für den Gartenanfänger und Naturfreund.

Montag, 6. August 2018

Dürresommer-Was kann man tun?

Standort gerecht pflanzen!!
Obwohl ich mich seit Jahrzehnten bemühe, meine Pflanzen kennen zu lernen und sie dementsprechend Standort gerecht zu pflanzen, zeigt dieser Dürresommer, wo es noch Lücken im Wissen gibt. Ich will hier doch nochmal einige Kandidaten nennen, die positiv oder negativ auffallen und von den Stauden-Versendern im Internet oft falsch eingestuft sind. Meine Einstufung trifft aber nur für meinen Garten zu.
Aster glehnii 'Agleni', die in der Staudensichtung den Astern für frische bis feuchte Standorte (!!) zugerechnet wurde, steht bei mir trocken und fast zwei Meter hoch, wie eine grüne Wand. Ähnlich unbeeindruckt von der Dürre steht Solidago canadensis.
Bezüglich Scutellaria incana, dem himmelblauen Herbst-Helmkraut steht geschrieben: Die Pflanze verträgt Trockenheit ganz ausgezeichnet. Bei mir steht sie ganz normal und schlappt.

Aster glehnii 'Agleni' Bildmitte


Scutellaria incana

Rund um den natürlichen Teich steht Alles prächtig, obwohl er einen Meter Wasserstand verloren hat. Allerdings wächst da viel im Sommer nur "Grünes", was jetzt Platz machen soll für "Blühendes".
Die Sumpf-Wolfsmilch, die ich im letzten Post angeboten habe, hat bereits mehrere Liebhaber gefunden. Nun habe ich noch Darmera peltata (https://www.wildstaudenzauber.de/Stauden/darmera_peltata.htm) und Iris pseudacorus 'Roccapina' (https://www.wildstaudenzauber.de/Stauden/iris_pseudacorus.htm) abzugeben. 

Die trockene Wiese


Freitag, 3. August 2018

Dürresommer

...und das schon seit dem Frühjahr. Man mag gar nicht mehr in den Garten gehen. Um noch möglichst alle 1000m² Staudenpflanzungen zu retten, kreisen Wasseruhr und Viereckregner um die Wette.
Ein solcher Sommer ist auch sehr lehrreich. So zeigt sich, das sich die Bäume und Sträucher  ihr Wasser holen. Die Stauden in ihrem Wurzelbereich haben nur geringe Chancen. Deshalb meine Empfehlung, die Staudenflächen nicht mit Bäumen und Sträuchern zu bepflanzen und einen Abstand  von mindestens 1 Meter zwischen Hecken, z. B. an der Grundstücksgrenze, und Staudenflächen zu halten. Ich nenne es Pflegewege, denn von ihnen kann man die Staudenflächen von hinten pflegen und evtl. Wildobst bequem ernten. Diese Pflegewege werden mit dem Rasenmäher kurz gehalten. Hacken wäre auch eine Möglichkeit, stört jedoch die dort angesiedelten Frühjahrsblüher. Für sie und besonders für Wildtulpen ist der sommertrockene Weg ein idealer Standort.
Hier könnte jetzt auch eine lange Liste folgen mit den Trockenheitsresistenzen der einzelnen Stauden. Ich verzichte darauf, weil sie ja doch nur für meinen Garten gilt. Besonders deutlich wurde der Wassermangel bei Heliopsis, Eupatorium, Ligularien, Phlox und vielen anderen.
In der Umgebung meines natürlichen Teiches ist die Welt noch in Ordnung, obwohl er auch ca. 1 Meter Wasserstand verloren hat. Ich brauche Platz in diesen Grundwasserbereich z. B. für meine Ligularien-Sammlung und muss mich deshalb von meinen großen Büschen der Sumpfwolfsmilch trennen. Bitte bald melden, falls einer aus der Umgebung von Rostock diese Büsche haben möchte. Andernfalls gehen sie auf den Kompost.
Die Sumpfwolfsmilch soll auch mit normalem Boden zurecht kommen.

https://www.pflanzenversand-gaissmayer.de:

Euphorbia palustris ist eine dekorative heimische buschige Solitärpflanze mit weidenähnlichen Blättern und großen, leuchtend gelben Dolden. Die lebhaft grünen Blätter entwickeln im Herbst eine gelbe bis rote Färbung. Sie liebt feuchte bis nasse Uferbereiche und nährstoffreiche Schlickböden, kommt im Garten aber auch mit trockeneren Plätzen zurecht.

Pflegeweg, rechts Staudenbeete, links Gehölze

Blüte Ende Mai


Herbstfärbung



Samstag, 30. Juni 2018

Staudenwiesen im Mittsommer

Im Mittsommer gibt es einen Blühhöhepunkt in unseren Staudenwiesen. Auch die Tierwelt wird immer zahlreicher. Die bunten Schmetterlinge fehlen allerdings noch. Dafür gibt es zahlreiche Kohlweißlinge und einige Zitronenfalter.

Trockene Staudenwiese mit Spornblume, Frauenmantel, Glockenblume,Nachtkerze, Schafgarbe und Storchschnabel.

Feuchte Staudenwiese mit Mädesüß, Ochsenauge, Sumpf-Seidenpflanze, Blutweiderich, Wiesenraute und Sonnenauge.




Moschusbock Aromia moschata

Asclepias incarnata Sumpf-Seidenpflanze

Donnerstag, 21. Juni 2018

Das "Wie" der Staudenwiesen


Sehr geehrte Fam. Wegner,

mit großen Interesse habe ich mir Ihr Buch "Wildstauden" angeschaut und muss sagen, es war - nach vielem Oberflächlichem, was ich über Wildstauden und naturnahe Gartengestaltung gelesen habe - fast so etwas wie eine Offenbarung für mich. ... 
Sie haben uns in Ihrem Buch viele Anleitungen gegeben, WAS wir machen können. 
Was mir allerdings etwas fehlt, ist das WIE! Wie komme ich denn zu einer solchen Staudenwiese auf einer Fläche, wo jetzt noch Rasen /Wiese wächst? Abstecken, Wiese entfernen, oder auf diese Wiese einzelne Stauden dazwischen pflanzen, oder Stück für Stück in Beete verwandeln?
Dann: wieviele Stauden von jeder Sorte, wie dicht pflanzen, wie den Boden abdecken, bis alles zugewachsen ist?? Dazu hätte ich gern noch etwas Anleitung. Könnten Sie sich dazu bitte mal äußern?

Vielen Dank im Voraus. Ich habe Ihr Buch übrigens schon mehrfach weiter empfohlen, ...

Beste Grüße aus dem heute sehr sonnigen Ruhrpott

Die Beantwortung der Fragen habe ich auf einen Tag mit Regenwetter verschoben. Seit Gestern unwettert es mit Regen, Sturm und eben sogar Hagel.

Staudenwiese in unserem Garten im Juni


Da die Beantwortung der Fragen doch etwas Arbeit macht, habe ich mir erlaubt, sie hier zu posten. Vielleicht gibt es ja auch noch Ergänzungen von meiner Leserschaft?
Oft werde ich von Besuchern gefragt, wie man zu einer so dicht zugewachsenen Staudenwiese kommt. Scherzhaft sage ich dann 40 Jahre pflanzen und pflegen!?

Wie komme ich denn zu einer solchen Staudenwiese auf einer Fläche, wo jetzt noch Rasen /Wiese wächst?
Vorab: Nur soviel Rasen in Staudenbeet umwandeln, wie gepflegt werden kann, also Stück für Stück. Ich würde nicht empfehlen auf die Wiese einzelne Stauden dazwischen zu pflanzen Die Wiese muss weg. Zum Abstecken nehme ich einen Schlauch, da die Wege im Naturgarten selten gerade sind. Zuerst wird der Rasen ganz kurz gemäht, dann entlang des Schlauches mit dem Spaten abgestochen.

Rasen zu Staudenbeet umwandeln, hier am Beispiel der Verschmälerung eines Weges.















Wenn es sich um Unkraut freien Rasen handelt, grabe ich ihn einfach um und trete ihn fest. Immer darauf achten, dass das Gras ganz unten liegt. Bei verunkrauteten Flächen steche ich mit dem Spaten quadratische Würfel aus. Diese werden solange auf den Boden oder das Spatenblatt geschlagen bis die Erde ausfällt und die Unkrautwurzeln übrig bleiben. Es kann auch der Einsatz eines Handgrubbers notwendig werden, wenn der Erdwürfel sehr verfilzt ist. Es macht sich auch gut, eine Plane unterzulegen beim Ausschütteln des Unkrauts. So kann man sicher gehen, das das Unkraut nicht wieder untergebuddelt wird. Im Bild ein Eimer für gewöhnliches Unkraut zum Kompostieren und ein Eimer für z. B. Winde zum Müll.
So gesäubert kann dann neu bepflanzt werden.

Schneckeneier im Herbst

Schneckeneier werden abgesammelt und gehen ebenfalls in den Hausmüll.

Plane zum besseren Trennen der Unkraut haltigen Erde
Nun zur Frage: "Wieviele Stauden von jeder Sorte, wie dicht pflanzen, wie den Boden abdecken, bis alles zugewachsen ist??
Fange ich mit der einfacheren Frage an. Ich würde den Boden nicht abdecken, wie es oft empfohlen wird. Schnecken und Mäuse finden die Abdeckung jedoch gut. Die ersten Jahre muss man eben etwas Unkraut ziehen oder hacken und man hat im zweiten Jahr die Chance das Sämlinge aufgehen, wenn man nicht zu früh zurück schneidet.  Zum Mulchen hier noch ein Bild vom Öffentlichen Grün. Die gepflanzten Kleinsträucher wurden hier vom Rindenmulch ermurkst.



Wie viele Stauden von jeder Sorte, wie dicht pflanzen?
Das ist sehr abhängig von der Staudenart. Meiden Sie kleine , sogenannte Steingartenstauden. Auch vom Geldbeutel ist es abhängig. Die Angaben mancher Staudengärtner zur Anzahl Pflanzen pro m² erscheinen mir oft zu hoch. Das wird sehr teuer.
Am schnellsten kommt man zu einer geschlossenen Pflanzung wenn man vom Nachbarn oder Freunden Stauden bekommt. Im Bild unten rechts auf dem Tisch, Stauden vom Gärtner für 100 €, links unten, Stauden- Batzen aus meinem Garten für Gartenfreunde.



Dienstag, 19. Juni 2018

Kerria stirbt?

Das der Ranunkelstrauch (Kerria japonica) nach dem Winter an den Spitzen immer etwas zurück gefroren ist, ist normal bei uns in Nordost-Deutschland. Doch was jetzt bei dieser Record-Trockenheit (seit Mitte April nur ein Gewitterregen ausgerechnet zum "Offenen Garten" am 10. Juni, zum Vorschein kommt, ist leider mehr und wohl nicht nur der Trockenheit geschuldet. Laut Google ist hier der Pilz Blumeriella kerriae (Synonym: Coccomyces kerriae, Higginsia kerriae) der Verursacher. Eine chemische Bekämpfung erfolgt mit Präparaten, die den Wirkstoff Azoxystrobin enthalten.
Zunächst habe ich die braunen, toten Zweige ausgeschnitten. Morgen spritze ich das Ganze mit COMPO Duaxo Universal Pilz-frei zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten an Obst, Gemüse, Zierpflanzen und Kräutern, Konzentrat inkl. Messbecher, 150 ml.
Wie auf dem 2. Bild zu sehen ist, sieht die Hecke im Schatten der Haselnuss wesentlich besser aus als in der Sonne.



Kerria-Hecke nach dem Rückschnitt

Montag, 21. Mai 2018

Frühjahrspflanzung von Stauden

Ostern Schnee, dann Matsch und Pfingsten Trockenheit seit einer gefühlten Ewigkeit. Wie soll man da Staudenfrühjahrspflanzung realisieren?
Im Buch steht: "Pflanzen in ein genügend großes Loch stecken, Erde einfüllen, festtreten und in Gießrand gießen." Ob da wohl unten bei den Wurzelspitzen Wasser ankommt?
Hier meine Methode: Vor dem Pflanzen das Pflanzloch mit reichlich Wasser füllen, anschließend Pflanze versenken, 10 bis 20 Minuten warten bis sich der Ballen und das umgebende Erdreich voll gesogen haben. Es sollte kein Wasser mehr zu sehen sein. Danach locker Erde nachfüllen, nicht festdrücken, damit die Sonne nicht gleich alles Wasser wieder raus zieht (Kapillarwirkung). Anschließend Pflanzfläche oder Einzelpflanzen ein paar Tage schattieren, falls die Sonne immer noch vom Himmel brennt, wie gerade jetzt in diesen Tagen.


Die Kerzenknöteriche wurden in den Wasserlöchern versenkt.

Erde wurde locker aufgefüllt

Die gesamte Neupflanzung wird schattiert.

Montag, 30. April 2018

Staudenkauf online

Im Internet bekommt man alle Staudenwünsche ohne langes herum Reisen erfüllt. Doch wann soll man kaufen?
Wie ich bereits im Post 2015 und 2016 schrieb ( http://wildstauden.blogspot.de/2015/11/november-kein-ende-des-gartenjahres.html, http://wildstauden.blogspot.de/2016/04/herbst-oder-fruhjahrspflanzung-von.html) wird die Staudenbestellung im Internet konträr diskutiert, und böse Zungen behaupten, die Staudengärtner plädieren für den Herbst, denn sie wollen ja auch im Herbst was verkaufen!? Zitat: "Die beste Pflanzzeit ist nach wie vor der Herbst, von September bis November: Dann ist das oberirdische Wachstum der Stauden abgeschlossen, während im warmen Boden die Wurzeln noch wachsen." Das ist z. B. eine oft verbreitete Meinung. Jedenfalls habe ich im  Herbst 2016 mal wieder Stauden im 9 x 9-Pöttchen gekauft, obwohl ich in der Vergangenheit eigentlich schlechte Erfahrungen gemacht hatte und wieder waren einige Stauden über Winter verfault und alles andere als eingewachsen.
Deshalb in diesem Jahr mal wieder Frühjahrsbestellung und zwar sehr zeitig Mitte Januar mit dem Hintergedanken das eine frühe Lieferung kaum beschädigt werden kann, und die Staudenversender zuerst die Pflanzen verschicken, die bereits ein grünes Lebenszeichen zeigen. Da ich viele spezielle Wünsche hatte, habe ich bei sechs verschiedenen Staudenversendern bestellt und konnte so mal vergleichen. Die Verpackung war bei allen recht gut. Ob Heu, Stroh oder Zeitungspapier, alles Bio! Allerdings müssen Heu und Stroh gepolsterte Pakete möglichst draußen ausgepackt werden. Das Strohpaket hatte noch zusätzlich große weiße Plastiksäcke gegen Durchfeuchtung, was wohl nicht notwendig ist, wie die anderen Versender zeigten.
Doch entscheidend ist der Zustand der Pflanzen, und da gab es leider große Unterschiede (siehe Fotos). Die Fotos wurden nach einem Monat Aufenthalt im Gewächshaus gemacht.
Man sollte wohl nie größere Stückzahlen bestellen denn bei Salvia nemorosa ‚Amethyst‘  7x, Salvia nemorosa ‘Blauhügel’  5x und Geranium gracile ‚Sirak‘  5x  waren jeweils ein Drittel tot!!
Geliefert wurde im Februar und März, also war es ein Irrtum, das zuerst Töpfe mit Lebenszeichen versendet werden. Eine Lieferung habe ich erst für Mitte April bestellt und hatte schon Bedenken, dass die Pflanzen zu weit ausgetrieben seien. Aber mitnichten, es waren wohl die letzten, die gerade noch ausgetrieben waren.
Natürlich kann man auch Pech haben und mein Vergleich kann sicher nicht verallgemeinert werden, aber ärgerlich sind die Unterschiede trotzdem. Wer wissen möchte, wer hinter den Nummern der Versender steckt, schreibe mir bitte eine Mail an: jochen@wildstaudenzauber.de.
Soviel möchte ich aber verraten, und es hat mich gefreut, dass Allgäu-Stauden, die ich auf meiner Homepage empfehle, die Nummer 3 ist, und als einziger Versender mit ausgezeichnet bewertet wurde.

Versender 1 sehr gut

Versender 2 sehr gut
Versender 3 ausgezeichnet
Versender 4 mangelhaft, bei den 7 Salvia nemorosa 'Amethyst' gab es große Unterschiede bis zum Ausfall

Versender 4 mangelhaft, die Hälfte der Geranium gracile 'Sirak' war tot!
Versender 5 ausgezeichnet

Versender 6 ungenügend, Lieferung Mitte April, Agastache 'Pink Sunrise' ist wohl vertrocknet oder erfroren





Samstag, 31. März 2018

Iris im Schnee Zeitraffer



Ostern 2018 im Schnee hier in Nordostdeutschland. Das gibt Gelegenheit für Aufnahmen von  Frühlingsblühern im Schnee. Zum ersten Mal habe ich ein Zeitraffervideo von der Iris reticulata und den Winterlingen im schmelzenden Schnee versucht. Mein Enkel Timon stand mit mit Rat und Tat zur Seite.

Ostersonntag nochmal 30 bis 40 cm Neuschnee

Ostermontag, Sonnenschein und Tauwetter