Herzlich Willkommen



Um wirklich glücklich zu sein, brauchst du nur etwas, wofür du dich begeistern kannst.

Hier gibt es die neuesten Informationen aus unserem Staudengarten in Groß Potrems, Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern. Ergänzend dazu können Sie in unserer Website (www.wildstaudenzauber.de) auf mehr als 700 Seiten mit fast 3.000 Bildern unseren Naturgarten kennen lernen. Unter Wildstauden verstehen wir züchterisch kaum veränderte Pflanzen und zwar nicht nur die einheimischen, sondern auch Pflanzen aus Europa, Amerika und Asien. Von 2000 bis 2012 habe ich verschiedene Naturstandorte unserer Stauden in Asien und Amerika besucht. Sie gaben mir zahlreiche Hinweise zur Verwendung der Wildstauden im Garten. Seit mehr als 40 Jahren gestalten und pflegen wir unseren naturnahen Staudengarten, in dem der Rasen und die Staudenbeete nach und nach durch Staudenwiesen ersetzt wurden. Auf 1000 m² entstanden langlebige Pflanzengemeinschaften mit etwa 500 verschiedenen Wildstaudenarten und zahlreichen Gräsern. Daneben gibt es auch einen großen Gemüsegarten und eine Streuobstwiese, die ebenfalls nach den Prinzipien des Naturgartens bewirtschaftet werden.

Unseren Garten können Sie täglich von Juni bis September von 10.00 bis 12.00 und von 15.00 bis 18.00 besuchen. Ich biete Ihnen eine einstündige Führung durch den Garten. Um eine Spende von 5 € pro Person zur Erhaltung des Gartens wird gebeten.
Bitte nur nach Voranmeldung, vorzugsweise per E-Mail (jochen@wildstaudenzauber.de) oder Telefon: 03820813345.

Im Juni 2014 erschien mein Buch "Naturnahe Gartengestaltung mit Wildstauden", das Sie bei der Gesellschaft der Staudenfreunde für 15 € inkl. Versand erwerben können.







Mittwoch, 17. Dezember 2014

Winterharte Stauden


Die meist gestellte Frage von Besuchern auf Gartenmärkten und Besuchern unseres Gartens ist die nach der Winterhärte der gezeigten Stauden. Das ist recht verständlich, sind doch in den letzten 25 Jahren so herrliche Stauden durch Kataloge und Gartenzeitschriften auf unsere Wunschlisten gelangt, die im Nordosten Deutschlands, und nur dafür kann ich schreiben, nicht jeden Winter überlebten. Mit 40 Jahren Erfahrung kann ich nun verkünden, was jetzt in meinem Garten wächst und von mir auf Staudenmärkten verkauft wird, ist 100% winterhart, ohne Winterschutz!
Welches sind die Wackelkandidaten?
Da wären zunächst die Stauden, die ich gar nicht erst versucht habe, weil Ihr Winterschutz sehr aufwändig beschrieben wird: Mammutblatt, Pampasgras, Fuchsia magellanica und Freiland-Kakteen. Dann kommt die Gruppe der immer wieder versuchten Stauden. Sonnenröschen, Montbretien, Sterngladiolen, Steppenkerzen, Freiland-Gloxinien, Bartfaden. Irgendwann kam ein Winter, der ihnen den Garaus machte. Eine Fackellilie aus Südafrika schaffte fast 30 Jahre, dann war sie dran.
Auch die große Gruppe der Winterastern in so vielen Farben hat nicht dauerhaft Freude gemacht. In manchen Jahren sind sie kaum richtig aufgeblüht.
Den Japan-Anemonen sagt man auch keine gute Winterhärte nach, doch meine  Sorte 'Robustissima' hält sich tapfer, wie der Name sagt. Das Gleiche trifft für die Spornblume zu. Sie hat alle Winter überstanden nur ihre zahlreichen Sämlinge sind jedes Jahr im Frühjahr verschwunden.

Sämlinge der Spornblume (unten) verschwinden im Winter


Einige Neuanschaffungen kann ich natürlich nicht mit langjähriger Garantie ausstatten. Z. B. einige Knöterich-Arten. Während Polygonum microcephala, der Kleinköpfige oder Buntblatt-Knöterich nach dem ersten Winter gleich wieder verschwand, hält sich der Glocken-Knöterich und Polygonum paniculatum ssp. frondosum, der noch keinen deutschen Namen hat, etwas besser. Ich schrieb bereits darüber: http://wildstauden.blogspot.de/2014/05/aconogonum-paniculatum-ssp-frondosum.html. Nachzutragen wäre, dass er sich wieder erholt hat. Der Glocken-Knöterich war allerdings ziemlich mickrig im Vergleich zum Vorjahr.
Als Letztes soll noch eine Yucca filamentosa erwähnt werden, die schon 40 Jahre im Garten steht und bis zu 10 Blütenstiele treibt. Sie ist die einzige Pflanze, die etwas Sonnenschutz erhält vom ausgedienten Weihnachtsbaum. Alle anderen Stauden kommen ohne Winterschutz aus. Ich sage immer, warum sich mit Winterschutz rumschlagen, wo es doch so viele Stauden gibt, die ohne auskommen.

1 Kommentar:

  1. Hallo Jochen, zu den genannten Wackelkandidaten möchte ich noch was anmerken: Die Fuchsia magellanica steht bei uns seit über 20 Jahren im Garten, wird nicht geschützt, friert jeden Winter bis zum Erdboden zurück und treibt recht spät jedes Jahr wieder zuverlässig aus. Wie in einem Blogeintrag (08/14) bei mir erwähnt, gedeihen auch einige Montbretien in unserem Garten. Sie bekommen ebenfalls keinerlei Winterschutz. Nach starken Barfrösten werden sie zwar dezimiert, aber insgesamt werden sie immer mehr. Unsere Crocosmia sind deutlich kleiner und kleinblütiger als die im Handel üblich erhältlichen Sorten, die bei mir gleich nach dem ersten Winter verschwunden waren. Von der heiklen Gattung Bartfaden kultiviere ich lediglich Penstemon digitalis - und das sehr erfolgreich. Diese Art hat sich als sehr robust und anspruchslos erwiesen... Grüße von Tobias

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