Herzlich Willkommen



Um wirklich glücklich zu sein, brauchst du nur etwas, wofür du dich begeistern kannst.

Hier gibt es die neuesten Informationen aus unserem Staudengarten in Gross Potrems, Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern. Ergänzend dazu können Sie in unserer Website (www.wildstaudenzauber.de) auf mehr als 600 Seiten mit ca. 2000 Bildern unseren Wildstaudengarten kennenlernen. Unter Wildstauden verstehen wir züchterisch kaum veränderte Pflanzen und zwar nicht nur die einheimischen, sondern auch Pflanzen aus Europa, Amerika und Asien. Seit fast 40 Jahren gestalten und pflegen wir unseren naturnahen Staudengarten, in dem der Rasen und die Staudenbeete nach und nach durch Staudenwiesen ersetzt wurden. Auf 1000 m² entstanden langlebige Pflanzengemeinschaften mit etwa 500 verschiedenen Wildstaudenarten und zahlreichen Gräsern.

Unseren Staudengarten können Sie von Juni bis September von 10.00 bis 12.00 und von 15.00 bis 18.00 besuchen. Ich biete Ihnen eine einstündige Führung durch den Garten. Um eine Spende von 5 € pro Person zur Erhaltung des Gartens wird gebeten.
Bitte nur nach Voranmeldung, vorzugsweise per E-Mail (jochen@wildstaudenzauber.de) oder Telefon: 03820813345. Leider können wir nur bis zu 15 Personen empfangen (keine Busse). Der Garten ist zu klein und die Wege sind sehr schmal.
Bitte keine Pflanzen mitbringen!

Im Juni 2014 erschien mein Buch "Naturnahe Gartengestaltung mit Wildstauden", das Sie bei der Gesellschaft der Staudenfreunde für 15 € inkl. Versand erwerben können.

Meine Youtube-Videos können sie in der Mitte des Bildes anschalten und danach unten rechts in den Vollbildmodus gehen.
Von 2000 bis 2012 habe ich verschiedene Naturstandorte unserer Stauden besucht. Sie gaben mir zahlreiche Hinweise zur Verwendung der Wildstauden im Garten. Einige Filme sind 15 Jahre alt und deshalb von geringerer Qualität.
Wenn Sie mehr über die gezeigten Pflanzen wissen möchten, gehen Sie bitte zu meiner Website (www.wildstaudenzauber.de).








Donnerstag, 21. Juni 2018

Das "Wie" der Staudenwiesen


Sehr geehrte Fam. Wegner,

mit großen Interesse habe ich mir Ihr Buch "Wildstauden" angeschaut und muss sagen, es war - nach vielem Oberflächlichem, was ich über Wildstauden und naturnahe Gartengestaltung gelesen habe - fast so etwas wie eine Offenbarung für mich. ... 
Sie haben uns in Ihrem Buch viele Anleitungen gegeben, WAS wir machen können. 
Was mir allerdings etwas fehlt, ist das WIE! Wie komme ich denn zu einer solchen Staudenwiese auf einer Fläche, wo jetzt noch Rasen /Wiese wächst? Abstecken, Wiese entfernen, oder auf diese Wiese einzelne Stauden dazwischen pflanzen, oder Stück für Stück in Beete verwandeln?
Dann: wieviele Stauden von jeder Sorte, wie dicht pflanzen, wie den Boden abdecken, bis alles zugewachsen ist?? Dazu hätte ich gern noch etwas Anleitung. Könnten Sie sich dazu bitte mal äußern?

Vielen Dank im Voraus. Ich habe Ihr Buch übrigens schon mehrfach weiter empfohlen, ...

Beste Grüße aus dem heute sehr sonnigen Ruhrpott

Die Beantwortung der Fragen habe ich auf einen Tag mit Regenwetter verschoben. Seit Gestern unwettert es mit Regen, Sturm und eben sogar Hagel.

Staudenwiese in unserem Garten im Juni


Da die Beantwortung der Fragen doch etwas Arbeit macht, habe ich mir erlaubt, sie hier zu posten. Vielleicht gibt es ja auch noch Ergänzungen von meiner Leserschaft?
Oft werde ich von Besuchern gefragt, wie man zu einer so dicht zugewachsenen Staudenwiese kommt. Scherzhaft sage ich dann 40 Jahre pflanzen und pflegen!?

Wie komme ich denn zu einer solchen Staudenwiese auf einer Fläche, wo jetzt noch Rasen /Wiese wächst?
Vorab: Nur soviel Rasen in Staudenbeet umwandeln, wie gepflegt werden kann, also Stück für Stück. Ich würde nicht empfehlen auf die Wiese einzelne Stauden dazwischen zu pflanzen Die Wiese muss weg. Zum Abstecken nehme ich einen Schlauch, da die Wege im Naturgarten selten gerade sind. Zuerst wird der Rasen ganz kurz gemäht, dann entlang des Schlauches mit dem Spaten abgestochen.

Rasen zu Staudenbeet umwandeln, hier am Beispiel der Verschmälerung eines Weges.















Wenn es sich um Unkraut freien Rasen handelt, grabe ich ihn einfach um und trete ihn fest. Immer darauf achten, dass das Gras ganz unten liegt. Bei verunkrauteten Flächen steche ich mit dem Spaten quadratische Würfel aus. Diese werden solange auf den Boden oder das Spatenblatt geschlagen bis die Erde ausfällt und die Unkrautwurzeln übrig bleiben. Es kann auch der Einsatz eines Handgrubbers notwendig werden, wenn der Erdwürfel sehr verfilzt ist. Es macht sich auch gut, eine Plane unterzulegen beim Ausschütteln des Unkrauts. So kann man sicher gehen, das das Unkraut nicht wieder untergebuddelt wird. Im Bild ein Eimer für gewöhnliches Unkraut zum Kompostieren und ein Eimer für z. B. Winde zum Müll.
So gesäubert kann dann neu bepflanzt werden.

Schneckeneier im Herbst

Schneckeneier werden abgesammelt und gehen ebenfalls in den Hausmüll.

Plane zum besseren Trennen der Unkraut haltigen Erde
Nun zur Frage: "Wieviele Stauden von jeder Sorte, wie dicht pflanzen, wie den Boden abdecken, bis alles zugewachsen ist??
Fange ich mit der einfacheren Frage an. Ich würde den Boden nicht abdecken, wie es oft empfohlen wird. Schnecken und Mäuse finden die Abdeckung jedoch gut. Die ersten Jahre muss man eben etwas Unkraut ziehen oder hacken und man hat im zweiten Jahr die Chance das Sämlinge aufgehen, wenn man nicht zu früh zurück schneidet.  Zum Mulchen hier noch ein Bild vom Öffentlichen Grün. Die gepflanzten Kleinsträucher wurden hier vom Rindenmulch ermurkst.



Wie viele Stauden von jeder Sorte, wie dicht pflanzen?
Das ist sehr abhängig von der Staudenart. Meiden Sie kleine , sogenannte Steingartenstauden. Auch vom Geldbeutel ist es abhängig. Die Angaben mancher Staudengärtner zur Anzahl Pflanzen pro m² erscheinen mir oft zu hoch. Das wird sehr teuer.
Am schnellsten kommt man zu einer geschlossenen Pflanzung wenn man vom Nachbarn oder Freunden Stauden bekommt. Im Bild unten rechts auf dem Tisch, Stauden vom Gärtner für 100 €, links unten, Stauden- Batzen aus meinem Garten für Gartenfreunde.



Dienstag, 19. Juni 2018

Kerria stirbt?

Das der Ranunkelstrauch (Kerria japonica) nach dem Winter an den Spitzen immer etwas zurück gefroren ist, ist normal bei uns in Nordost-Deutschland. Doch was jetzt bei dieser Record-Trockenheit (seit Mitte April nur ein Gewitterregen ausgerechnet zum "Offenen Garten" am 10. Juni, zum Vorschein kommt, ist leider mehr und wohl nicht nur der Trockenheit geschuldet. Laut Google ist hier der Pilz Blumeriella kerriae (Synonym: Coccomyces kerriae, Higginsia kerriae) der Verursacher. Eine chemische Bekämpfung erfolgt mit Präparaten, die den Wirkstoff Azoxystrobin enthalten.
Zunächst habe ich die braunen, toten Zweige ausgeschnitten. Morgen spritze ich das Ganze mit COMPO Duaxo Universal Pilz-frei zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten an Obst, Gemüse, Zierpflanzen und Kräutern, Konzentrat inkl. Messbecher, 150 ml.
Wie auf dem 2. Bild zu sehen ist, sieht die Hecke im Schatten der Haselnuss wesentlich besser aus als in der Sonne.



Kerria-Hecke nach dem Rückschnitt

Montag, 21. Mai 2018

Frühjahrspflanzung von Stauden

Ostern Schnee, dann Matsch und Pfingsten Trockenheit seit einer gefühlten Ewigkeit. Wie soll man da Staudenfrühjahrspflanzung realisieren?
Im Buch steht: "Pflanzen in ein genügend großes Loch stecken, Erde einfüllen, festtreten und in Gießrand gießen." Ob da wohl unten bei den Wurzelspitzen Wasser ankommt?
Hier meine Methode: Vor dem Pflanzen das Pflanzloch mit reichlich Wasser füllen, anschließend Pflanze versenken, 10 bis 20 Minuten warten bis sich der Ballen und das umgebende Erdreich voll gesogen haben. Es sollte kein Wasser mehr zu sehen sein. Danach locker Erde nachfüllen, nicht festdrücken, damit die Sonne nicht gleich alles Wasser wieder raus zieht (Kapillarwirkung). Anschließend Pflanzfläche oder Einzelpflanzen ein paar Tage schattieren, falls die Sonne immer noch vom Himmel brennt, wie gerade jetzt in diesen Tagen.


Die Kerzenknöteriche wurden in den Wasserlöchern versenkt.

Erde wurde locker aufgefüllt

Die gesamte Neupflanzung wird schattiert.

Montag, 30. April 2018

Staudenkauf online

Im Internet bekommt man alle Staudenwünsche ohne langes herum Reisen erfüllt. Doch wann soll man kaufen?
Wie ich bereits im Post 2015 und 2016 schrieb ( http://wildstauden.blogspot.de/2015/11/november-kein-ende-des-gartenjahres.html, http://wildstauden.blogspot.de/2016/04/herbst-oder-fruhjahrspflanzung-von.html) wird die Staudenbestellung im Internet konträr diskutiert, und böse Zungen behaupten, die Staudengärtner plädieren für den Herbst, denn sie wollen ja auch im Herbst was verkaufen!? Zitat: "Die beste Pflanzzeit ist nach wie vor der Herbst, von September bis November: Dann ist das oberirdische Wachstum der Stauden abgeschlossen, während im warmen Boden die Wurzeln noch wachsen." Das ist z. B. eine oft verbreitete Meinung. Jedenfalls habe ich im  Herbst 2016 mal wieder Stauden im 9 x 9-Pöttchen gekauft, obwohl ich in der Vergangenheit eigentlich schlechte Erfahrungen gemacht hatte und wieder waren einige Stauden über Winter verfault und alles andere als eingewachsen.
Deshalb in diesem Jahr mal wieder Frühjahrsbestellung und zwar sehr zeitig Mitte Januar mit dem Hintergedanken das eine frühe Lieferung kaum beschädigt werden kann, und die Staudenversender zuerst die Pflanzen verschicken, die bereits ein grünes Lebenszeichen zeigen. Da ich viele spezielle Wünsche hatte, habe ich bei sechs verschiedenen Staudenversendern bestellt und konnte so mal vergleichen. Die Verpackung war bei allen recht gut. Ob Heu, Stroh oder Zeitungspapier, alles Bio! Allerdings müssen Heu und Stroh gepolsterte Pakete möglichst draußen ausgepackt werden. Das Strohpaket hatte noch zusätzlich große weiße Plastiksäcke gegen Durchfeuchtung, was wohl nicht notwendig ist, wie die anderen Versender zeigten.
Doch entscheidend ist der Zustand der Pflanzen, und da gab es leider große Unterschiede (siehe Fotos). Die Fotos wurden nach einem Monat Aufenthalt im Gewächshaus gemacht.
Man sollte wohl nie größere Stückzahlen bestellen denn bei Salvia nemorosa ‚Amethyst‘  7x, Salvia nemorosa ‘Blauhügel’  5x und Geranium gracile ‚Sirak‘  5x  waren jeweils ein Drittel tot!!
Geliefert wurde im Februar und März, also war es ein Irrtum, das zuerst Töpfe mit Lebenszeichen versendet werden. Eine Lieferung habe ich erst für Mitte April bestellt und hatte schon Bedenken, dass die Pflanzen zu weit ausgetrieben seien. Aber mitnichten, es waren wohl die letzten, die gerade noch ausgetrieben waren.
Natürlich kann man auch Pech haben und mein Vergleich kann sicher nicht verallgemeinert werden, aber ärgerlich sind die Unterschiede trotzdem. Wer wissen möchte, wer hinter den Nummern der Versender steckt, schreibe mir bitte eine Mail an: jochen@wildstaudenzauber.de.
Soviel möchte ich aber verraten, und es hat mich gefreut, dass Allgäu-Stauden, die ich auf meiner Homepage empfehle, die Nummer 3 ist, und als einziger Versender mit ausgezeichnet bewertet wurde.

Versender 1 sehr gut

Versender 2 sehr gut
Versender 3 ausgezeichnet
Versender 4 mangelhaft, bei den 7 Salvia nemorosa 'Amethyst' gab es große Unterschiede bis zum Ausfall

Versender 4 mangelhaft, die Hälfte der Geranium gracile 'Sirak' war tot!
Versender 5 ausgezeichnet

Versender 6 ungenügend, Lieferung Mitte April, Agastache 'Pink Sunrise' ist wohl vertrocknet oder erfroren





Samstag, 31. März 2018

Iris im Schnee Zeitraffer



Ostern 2018 im Schnee hier in Nordostdeutschland. Das gibt Gelegenheit für Aufnahmen von  Frühlingsblühern im Schnee. Zum ersten Mal habe ich ein Zeitraffervideo von der Iris reticulata und den Winterlingen im schmelzenden Schnee versucht. Mein Enkel Timon stand mit mit Rat und Tat zur Seite.

Ostersonntag nochmal 30 bis 40 cm Neuschnee

Ostermontag, Sonnenschein und Tauwetter


Dienstag, 20. März 2018

Genießen statt Gießen


Annette Lepple
Genießen statt Gießen. Trockenheitstolerante Gärten gestalten.  2018. 144 S., 155 Farbfotos, 6 farbige Pläne, Flexcover. ISBN 978-3-8001-5844-7.     € 24,90

So ein wertvoller Inhalt und dann wieder dieser lappige Flexcover!? 

Genießen statt Gießen, das sage ich auch immer wieder meinen Gartenbesuchern. Ich gieße sehr selten und beregnet wird auch nicht. Zugegeben, es tut einen ganz schön leid, wenn man die Pflanze gelb am Boden liegen sieht. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass sehr selten eine Staude ganz tot ist. Spätestens im darauffolgendem Jahr treibt sie wieder aus. Allerdings liegt mein Garten in einer Senke und der Boden ist sehr lehmig. Auf Sandboden muss man das anders sehen. Die Autorin hat in drei grundverschiedenen eigenen Gärten Erfahrungen gesammelt. Ihre daraus resultierenden Vorschläge zum "Genießen statt Gießen" kann ich voll unterschreiben. Da ist zum Beispiel die Möglichkeit sich vom Idealbild des englischen Gartens, der von Gartenmagazinen und -büchern zelebriert wird, zu verabschieden, und statt einer ganzjährig üppigen Staudenrabatte mit enormer Pflanzenvielfalt, eine Standort gerechte und Klima gerechte Bepflanzung zu wählen. Das könnte der naturalistische Stil sein, der sich unter den Begriffen: New Perennial Movement, Dutch Wave, New American Garden oder New German Style verbirgt.
Besonders auch gartenwürdige Wildstauden machen das Gärtnern leichter. Wir holen uns mit ihnen zuverlässige, robuste Darsteller auf die Gartenbühne und kommen einem gesunden, pflegeleichten Garten näher, meint die Autorin.
Eine weitere Möglichkeit ist den Wasserschlucker Nr. 1, den Rasen, in Staudenbeete umzuwandeln. Friedvolle Wochenenden ohne das Heulen der Rasenmäher, nur mit dem Summen der Insekten, ist das nicht eine schöne Vorstellung, fragt die Autorin.
Die Vorschläge zum "Genießen statt Gießen" werden mit wertvollem Grundlagenwissen, z. B. über Bodenarten, Überlebensstrategien im Pflanzenreich u. a. untermauert. Die Autorin spricht sich für Biologische Vielfalt aus, das heißt auch nicht einheimische Pflanzen sind im Genießergarten willkommen. Ein Kapitel ist der Pflege gewidmet. Die Empfehlungen sind teilweise widersprüchlich, wie auf Seite 53 unten:"Saugende Insekten, vor allem Läuse, rücken in manchen Jahren zuhauf an, ... Zwingt man sich in diesen Fällen zur Geduld lösen sich die Probleme meist von selbst,... Erkennt man Probleme rechtzeitig, lässt sich meist durch Entfernen befallener Triebe oder Schädlinge eine Ausbreitung verhindern."
Während im ersten Teil des Buches unter den Überschriften: "Die Theorie", "Die Praxis" gärtnerisches Wissen verbunden mit wertvollen persönlichen Erfahrungen der Autorin dargestellt wird, werden unter der Überschrift "Das Ergebnis" verschiedene Gärten vorgestellt und  sechs Pflanzpläne gezeigt. Der erste Garten wird der New Perennial Movement zugerechnet. Die Bewegung akzeptiert das Werden und Vergehen und sieht Schönheit in Beiden. Dieser Stil ist sehr dynamisch. Die Beete sind nicht konservativ höhengestaffelt. Hohe Gewächse finden sich auch mittig oder am Wegrand. Ein großes Plus dieses Stils ist seine Attraktivität für die zunehmend bedrängte Fauna, für die solche Gärten wertvolle Zufluchtsorte sind. Weitere vorgestellte Gärten sind Kiesgärten, vertikale Gärten, mediterrane Gärten, sowie moderne, minimalistische Gärten.
Die Pflanzenporträts am Ende des Buches sind für Anfänger sehr hilfreich, wenn auch nicht alle der genannten Pflanzen im kühleren Teil Deutschlands den Winter überstehen. Stimmungsvolle Bilder runden das rundum gelungene Buch ab.

Das Buch ist für ambitionierte Anfänger und erfahrene Gartenfreunde gleichermaßen wertvoll. Es enthält mehr gärtnerisches Wissen als nur die Gestaltung trockenheitstoleranter Gärten.

Übrigens, für mich wäre ein Buch hilfreich, wie man feuchtigkeitstolerante Gärten gestaltet. Vielleicht ist es ja schon in Arbeit?

Neidisch habe ich die Posts von den beiden vergangenen Wochenenden gelesen und die schönen Bilder von den Frühlingsblühern gesehen. Bei uns blühen nur die Winterlinge, Schneeglöckchen und Alpenveilchen und das schon sehr lange. Der Frost bis -13°C hat ihnen nicht geschadet. 
Ihr konntet schon im Garten arbeiten? Undenkbar bei uns im Nordosten. Überall Matsch und ständig Regen. Die Erdbeeren stehen seit Wochen im Wasser, haben das aber in vergangenen Jahren immer gut überstanden. Wie wird es bei den Stauden aussehen? Schon im letzten Sommer hatten wir mit 837 l/m² ein Drittel mehr Niederschlag als der Durchschnitt.  Der kleine Tümpel in der Gartenmitte hat einen Überlauf. Ansonsten stünde der halbe Garten unter Wasser.
Inzwischen ist eine Woche für das Studium des Buches vergangen und im Garten hat nun auch noch wieder die Kälte mit starken Ostwind und fast ohne Schnee die Stauden gebeutelt.


Die Erdbeeren als Sumpfpflanzen










Mittwoch, 7. März 2018

Gefrorene Seifenblasen

Wusstet Ihr, das es so etwas gibt? Ich hätte es nicht geglaubt. Mein Enkel, Timon, hat die beiden Bilder von den gefrorenen Seifenblasen geschossen.

Timon mit seinem Makroobjektiv auf einer Sommerwiese nahe Groß Potrems
So sieht es heute bei uns im Nordosten aus.

Foto: Timon Mickley

Foto: Timon Mickley

Samstag, 3. März 2018

Das späte Frühjahr

Anfang März liegt noch alles unter einer Schneedecke, zwar dünn, aber besser als Kahlfrost. Die Nachttemperaturen lagen bei uns im Nordosten in den letzten Tagen bei -13°. Man sagt bei -12° erfrieren die Brombeeren. Da können wir mal gespannt sein.
Die Winterlinge machen in diesem Jahr ihrem Nahmen alle Ehre. Trotz der tiefen Nachttemperaturen schauen sie am Tag in die Sonne. Schneeglöckhen sehen eher gestresst aus und die Elfenkrokusse sind noch nicht zu sehen.


























Das späte Frühjahr kommt mir sehr entgegen, denn die Renovierungsarbeiten im Haus sind noch in vollem Gange. Gartenarbeit kann ich noch gar nicht gebrauchen.
Das Abkleben von Türen und Fenstern ist offensichtlich das A und O der heutigen Malkunst. Die Firma "DeAllrounder" aus Rostock macht das sehr gewissenhaft.




Wenn der Maler dann gegangen ist, beginnt unsere Schicht. Es muss wieder eingeräumt werden und gebohrt, gedübelt und befestigt werden, wie im Bild die neuen Regale der Speisekammer. Ein neuer Gefrierschrank war auch mal nötig und nun kann die Ernte im Obst- und Gemüsegarten ganz traditionell, wie seit mehr als 40 Jahren, eingebunkert werden.



Der neue Gefrierschrank



Montag, 19. Februar 2018

Alte Staudenschätze

Alte Staudenschätze. Bewährte Arten und Sorten wiederentdecken und verwenden. Januar 2018. 288 S., 280 Farbfotos, geb. mit SU. ISBN 978-3-8186-0083-9.   € 39,90
Fast zeitgleich mit Christian Kress hat sich nun ein weiterer sehr bekannter Staudengärtner zu Wort gemeldet, Dieter Gaißmeyer, zusammen mit Frank Michael von Berger, einem erfolgreichen Gartenjournalisten. Als Pendant zu historischen Rosen oder historischen Obst haben die Autoren im Buch die historischen Stauden im Fokus. Was sie darunter verstehen wird eingangs erklärt. Es sind Wildstauden, die vor langer Zeit von Menschen wegen ihrer Qualitäten aus der Natur in den Garten genommen und durch Auslese und Züchtung verbessert wurden. Als historisch gelten Stauden, die seit mehr als hundert Jahren unverändert noch heute in unseren Gärten kultiviert werden. Das erste Kapitel des Buches ist mit "Die Geschichte der Gartenpflanzen" überschrieben. Die Aufzählung der Kräuterbücherschreiber des Mittelalters  und ihrer Lebensdaten hat mich etwas gelangweilt. Am Ende des Kapitels wird kurz über Staudenzüchtung einst und jetzt berichtet und ein etwas düsterer Ausblick hin zur industrialisierten Massenproduktion von Stauden gegeben. Mit dem Buch plädieren die Autoren für die verstärkte Hinwendung zu historischen Stauden. Im zweiten Kapitel werden diese auf fast 200 Seiten vorgestellt. Von Akanthus bis Veilchen gibt es neben allbekannten Pflanzenbeschreibungen auch interessante Hintergrundinformationen. Warum hier zu vielen Pflanzen z. T. zusammenhanglos Lebensläufe von Botanikern dazu gestellt wurden, ist mir unverständlich. Auch sind die umfangreichen Ausführungen über die Benennung der Stauden in vergangenen Jahrhunderten entbehrlich. Der Leser sollte auch keine besonderen "Staudenschätze" erwarten. Alle genannten  Pflanzen sind wohl den meisten Staudenfreunden bekannt und in unseren Gärten allgegenwärtig. Am Ende des Buches wird die stilkonforme Verwendung historischer Stauden in den verschiedenen Gartentypen, z. B. Bauerngarten, Rosengarten, Cottage-Garten bis hin zum New German Style erläutert. Natürlich passen sie zu jeden Garten, sind es doch auch ganz normale Gartenstauden, die nur schon länger bekannt sind. Ich habe noch nie soviel Eigenwerbung in einem Buch gelesen.
Es ist ein großer Verdienst der beiden Autoren mit dem Buch die Gegensätze zwischen der Massenproduktion von immer neuen Staudensorten und den historischen Stauden aufgezeigt zu haben und damit zur Erhaltung dieser Pflanzen beizutragen. Nicht nur das Titelfoto sonder auch viele andere im Buch sind sehr schön und stimmungsvoll.

Montag, 5. Februar 2018

Winterarbeit im Haus

In den vergangenen Jahren habe ich festgestellt, dass Ruhe bzw. Arbeit am PC im Winter für mich nicht gut ist. Am schlechtesten ging es mir 2014 als ich mein Buch Wildstauden geschrieben habe. Im Sommerhalbjahr mit reichlich Gartenarbeit ist dann alles wieder okay. Deshalb habe ich mir Winterarbeit im Haus besorgt. In diesem Winter ist das Renovieren einiger Räume dran. Das Schwerste ist mit tatkräftiger Hilfe erledigt und was soll ich Euch sagen, kein Rücken, keine Schulter, kein Knie und auch keine Hüfte haben sich bis jetzt beschwert.

Alles muss raus, da der Dielen-Fußboden abgeschliffen und neu versiegelt wird.

Neue Fenster, neue Heizkörper, neue Schalter und Stecker, der  wie neue Fußboden, die Wände (Taiga hell) und die Decke (weiß) neu gestrichen

Das schwerste Stück, ein Erbstück, das Klavier
...und was ist draußen so los? Die Austernseitlinge an den alten Bäumen des Schlossparks tragen in diesem milden Winter sehr gut. Schon vor Weihnachten haben wir die ersten Pilze geerntet und heute wohl die letzten.

Austernseitlinge am Baumstamm

Der bisher so milde Winter hat die Spornblumen (rechts) und den Glocken-Knöterich zum Austrieb gebracht. Zwei davon habe ich in Töpfe gepflanzt. Den Glocken-Knöterich hatte ich schon mal im Winter verloren. Vielleicht lasse ich die Beiden auch in Töpfen. Beide haben eine sehr lange Blütezeit und sollten sich für die Terrasse eignen.

Glocken-Knöterich und Spornblume

Man kann es kaum glauben, aber die Schnecken waren auch schon wieder aktiv. Die Blätter der Fallschirm-Rudbeckie (Rudbeckia nitida) sind durchlöchert und fast schon skelettiert (zweites Bild).



Die Alpenveilchen haben viel Nachwuchs


Mittwoch, 10. Januar 2018

Frostige Tage

Vielen Dank für die guten Wünsche zum Neuen Jahr.

Keiner hat mir Schnee gewünscht, obwohl ich ihn so gern als Decke für meine Stauden hätte. Wo bleibt er nur der Winter? Gerade hatten wir mal 2 frostige Tage sonst nichts. Aber wir sind ja auch noch nicht durch.